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American Pitbull Terrier

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 18. Nov. 2024
  • 5 Min. Lesezeit

Rassenmerkmale und Erscheinungsbild

Eigenschaft

Details

Größe

45- 55 cm

Gewicht

17- 27 kg

Lebenserwartung

 12  Jahre

Fellfarben

jede Farbe

Fellstruktur

 kurzes, dichtes, glänzendes Fell

Charakter

aufmerksam, selbstbewusst, treu, gutmütig (bei seriöser Zucht)

Aktivitätslevel

Hoch

Pflegeaufwand

Mittel

Wesenszüge und Charaktereigenschaften

Welche Eigenschaften hat ein American Pitbull Terrier?

Der American Pitbull Terrier, seriös gezüchtet und sozialisiert, ist ein in sich ruhender Hund. Er ist sehr aufmerksam und intelligent. Er ist enorm kräftig, mutig und verfügt über eine hohe potenzielle Kampfkraft. Zugleich ist er seinen Menschen gegenüber äußerst liebenswert, treu und anhänglich, ja sogar ergeben. Fremden Menschen gegenüber ist er neutral.

Er ist gutmütig und hat eine außerordentlich hohe Reizschwelle. Besonders in den 1990er Jahren wurden Hunde wie der Pitbull von unseriösen Vermehrer und Haltern aggressiv gemacht, wild gekreuzt und als lebende Waffen missbraucht. Die Zucht kann selbst Chihuahuas oder Zwergpudel in ein paar Generationen aggressiv machen und entsprechend sozialisiert und in der Hand zwielichtiger Halter zu gefährlichen Hunden werden lassen. Die Pitbulls sind Opfer, nicht Täter. Seriös gezüchtet können sie hervorragende Familienhunde und tolle Begleiter sein.

Herkunft und Geschichte

Wo kommt der American Pitbull Terrier ursprünglich her?

Der heutige American Pitbull Terrier, kurz Pitbull genannt, ist Spross eines in den USA und England seit etwa 200 Jahren gezüchteten Hundetyps. Zu seinen Ahnen zählen neben dem Terrier vor allem die alten Bulldoggen. In England und Nordamerika haben Hundekämpfe eine bis in die Antike reichende Tradition. Der alte Bulldog wurde zum Kampf mit Bullen in die Arenen des Tierkampfs geschickt. Diese Bulldogs sind zwar die Vorläufer des heutigen Englischen Bulldogs, doch standen sie in ihrem Körperbau dem heutigen Pitbull viel näher.

Nachdem Tierkämpfe offiziell verboten waren, wurden sie illegal fortgeführt; in den USA bis heute. In der Illegalität wurden die alten Bulldoggen mit Terriern gekreuzt, was offiziell verboten war, da die so entstandenen Mischlinge zu gefährlich wurden. Auf diese Weise entstand im 19. Jahrhundert der "Bull and Terrier" in den Industriegebieten Englands und kam sehr schnell in die USA. Dort nannte man sie "Pit Bulls". Mit Pit bezeichnet man den Ring des Hundekampfes. 1898 wurde der heute noch existierende "United Kennel Club" (UKC) gegründet, der die Zucht dieser Hunde an sich zog. Der UKC war und ist noch heute nichts anderes als ein professioneller Veranstalter von Hundekämpfen.

So spaltete sich die Gemeinde um diese Hunde. Die eigentlichen Liebhaber des Pitbulls verurteilten Hundekämpfe, wollten einen freundlichen Familienhund. Inzwischen hatten sich Pitbulls ein hohes Ansehen in der Gesellschaft der USA erarbeitet. Im I. Weltkrieg wurde der Mut der Pitbulls zum Ansporn für die Kampfkraft der amerikanischen Truppen. Selbst Promis wie US-Präsident Theodore Roosevelt zeigten sich mit Pitbull. In den Kinos waren "Die kleinen Strolche", eine Kindergang mit Hund, äußerst beliebt. Die Filme liefen lief zwischen 1922 und 1944 in 220 Folgen. Dieser Pitbull war der Behüter und Beschützer, Spielkamerad und Seelentröster der Kinder. Das Idealbild eines kinder- und familienfreundlichen Hundes ein Pitbull! Um sich von der unseriösen Hundeszene abzugrenzen, nannten die Liebhaber des familienfreundlichen Pitbulls ihre Hunde ab sofort "Staffordshire Terrier" und später "American Staffordshire Terrier".

Diese wurden vom American Kennel Club 1936 und später von der FCI offiziell anerkannt. Dieser seriöse Pitbull wird noch heute vom "American Staffordshire Terrier Club of America" betreut, der von Beginn an glasklar Hundekämpfe verurteilt und auf seine Zucht als Familienhund gesetzt hatte. In Deutschland wird der American Staffordshire Terrier von drei seriösen Vereinen im VDH betreut. Die Szene um die heute unter "Pitbull" vermarkteten Hunde hat diesen Schritt bisher nicht gemacht. Pitbull ist heute als ein Oberbegriff für dem "American Staffordshire Terrier" ähnlich aussehende und hoffentlich auch wesensgleiche Hunde ohne offizielle Anerkennung und meist leider auch ohne seriöses Zucht geschehen zu verstehen. Nicht selten entstanden und entstehen aus dieser Szene die Hunde, die dann in der Hand zwielichtiger Halter Negativschlagzeilen machten und machen.

Pflege, Gesundheit und Krankheiten

Wie viel Pflegt braucht ein American Pitbull Terrier?

Der American Pitbull Terrier ist absolut pflegeleicht. Hie und da bürsten reicht.

Gibt es beim American Pitbull Terrier rassetypische Krankheiten

Der American Pitbull Terrier erfreut sich in der Regel einer robusten Gesundheit.

Welches Futter ist für einen American Pitbull Terrier am besten?

Der American Pitbull Terrier stellt keine besonderen Ansprüche an seine Ernährung. Natürlich ist hochwertiges Futter gut für seine Gesundheit und er schmeckt es auch. Wie die meisten Hunde mag er auch mal einen fleischigen Rinderknochen und frisches Fleisch. Der American Pitbull Terrier eignet sich auch zum Barfen.

Aktivitäten

Wie viel Bewegung braucht ein American Pitbull Terrier?

Ein American Pitbull Terrier braucht viel Beschäftigung und Herausforderung für ein artgerechtes Leben. Natürlich gibt es auch Coach Potatoes als Ausnahmen von der Regel.

Überlegungen vor der Anschaffung

Wo kann man einen American Pitbull Terrier kaufen?

Wenn Du einen American Pitbull Terrier anschaffen will, solltest Du bedenken, dass es sich um einen so genannten Listenhund handelt. Dein ganzes Leben muss auf die damit einhergehenden Restriktionen durch Staat und Gesellschaft eingestellt sein. Immerhin gibt es berechtigte Bedenken zur Haltung speziell dieser Rasse. Da es beim Pitbull im Grunde keine seriöse Zuchtszene gibt, solltest du dich eher nach einem "American Staffordshire Terrier" oder "Staffordshire Bullterrier" umschauen. Informiere dich bei Züchtern, die einem der drei VDH-Vereinen für diese Hunde angeschlossen ist.

Noch besser wäre es, sich einem der vielen Pitbulls in Not anzunehmen. Es gibt derer viele in Tierheimen oder bei einer der zahlreichen Nothilfe-Initiativen. Lass dich hier beraten bei der Auswahl deines Hundes. Bitte kaufe unter keinen Umständen deinen American Pitbull Terrier übers Internet, da dort das Risiko sehr groß ist, dass der Welpe von einem - in aller Regel gut getarntem Hundehändler oder Vermehrer, jedenfalls aus unseriöser Zucht kommt. So ein Kauf wäre auch gegenüber der Gesellschaft unverantwortlich, da aus solche Quellen die Hunde kommen, die dann für die tragischen Beißvorfälle sorgen. Als Halterin oder Halter hast Du in jedem Fall die Hauptverantwortung, dass von Deinem Hund keinerlei Gefahr ausgeht und auch, dass andere Menschen sich nicht von deinem Hund bedroht fühlen.

Erziehung und Haltung

Passt ein American Pitbull Terrier zu mir?

Der American Pitbull Terrier ist von den äußeren Bedingungen her in seiner Haltung anspruchslos. Er ist allerdings kein Hund, dem es reicht, ein paar Runden zum Gassi um den Block zu gehen. Er will geistig und körperlich ausgelastet werden. Schon beim Welpen muss klar sein, wer im Haus die Zügel in der Hand hat. Daran darf es nie einen Zweifel geben. Es ist Deine besondere Verantwortung, Hunde dieser Art ausgesprochen gut zu erziehen, so dass sie nie gegenüber Dritten auch nur bedrohlich wirken können. Ein Pitbull ist ein aufgeweckter, gelegentlich verspielter Vierbeiner, der gerne durch die Natur zieht. Er eignet sich für Hundesport aller Art.

Er ist ein guter Wächter. "American Pitbull Terrier" oder "Pitbulls" stehen auf praktisch allen Listen angeblich gefährlicher Hunderassen. In manchen Ländern gelten sehr strenge Restriktionen. Auf der Straße muss man damit rechnen, von Leuten wegen des Hundes angepöbelt zu werden. Der American Pitbull Terrier braucht eine sehr konsequente Erziehung vom Welpen an. Grundvoraussetzungen sind allerdings seriöse Zucht und familiengerechte Sozialisation von der Wurfkiste an.

Konsequenz meint gerade bei diesem zwar körperlich sehr starken aber zugleich einfühlsamen und intelligenten Hund, das Herrchen und Frauchen auf Basis einer tiefen Vertrauensbeziehung arbeiten müssen. Der Hunde will die Führung durch seinen Halter. Er sucht die enge Anbindung. Diese muss man ihm durch eine ruhige, respektvolle, starke Hand geben. Zwangsmaßnahmen sind kontraproduktiv, bestimmte Konsequenz zielführend. Der Pitbull sollte frühzeitig auch mit anderen Hunden sozialisiert werden. Aufgrund seiner Kraft und Arbeitsfreude ist er, selbst aus seriöser Quelle stammend, kein Hund für Anfänger. Auch hundeerfahrene Halter sollten mit ihm bewusst arbeiten und am besten eine geeignete Hundeschule besuchen. Gut erzogen hört er nicht nur aufs Wort, er liest Herrchen und Frauchen die Wünsche von den Augen ab.

Interessantes, Wissenswertes und Extras

Der American Pitbull Terrier ist keine anerkannte Hunderasse. Er steht auf praktischen allen Listen "gefährlicher Hunde". Da es beim Pitbull im Grunde keine seriöse Zuchtszene gibt, solltest du dich eher nach einem "American Staffordshire Terrier" oder "Staffordshire Bullterrier" umschauen, um das Risiko zu minimieren, eine charakterlich überzüchteten Hund zu bekommen.


C. Kaul

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