Angst beim Hund!
- zumlorcheborn
- 20. Aug. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Nov. 2024

Angst beim Hund ist in den seltensten Fällen angeboren, oft ist es eher eine Unsicherheit, welche den Hund ängstlich oder scheu erscheinen lässt. Manchmal lernt man die Elterntiere dieses Hundes kennen und weiß, woher das Verhalten kommt.
Angst beim Hund vor dem Unbekannten ist eine normale Reaktion, die schon als Wolf vorhanden war und sein Überleben sicherte. Oft kläffen auch unsere Welpen Unbekanntes an, warnen und gehen zögernd dahin, auch einige Junghunde machen dies manchmal. Da muss man sich keine Sorgen machen.
Angst beim Hund ist nur dann schlecht, wenn sie aus schlechten Erfahrungen resultiert. Und oft ist es Angst vor dem Menschen, welche durch ihr Verhalten oder ihre Taten den Hund scheu machten, ihn ins Meide verhalten verfallen oder nach uns schnappen lassen oder gar seinen Fluchtinstinkt auslösen. Auch davon kann uns der Wolf einiges erzählen.

Wir haben mehrere ängstliche Hunde besessen, meistens hatten sie schlechte Erfahrungen mit Menschen. Einer hatte sein Leben schon aufgegeben, bei den anderen war es nicht ganz so schlimm. Ich will von den anderen schreiben, denn ich bedauere solche Hunde, diese tun mir sehr leid. Die Angst schließt sie von so vielem oder fast allem aus und wenn man es übersetzen könnte, raunt ihr Geist ihnen Worte zu wie "Lauf!, Verschwinde!, traue nicht oder schnappe um dich”. Es sind arme, in sich gefangene Tiere. Ihnen gehört dringend geholfen, ich stelle mir es als ein schlimmes Leben vor, wenn im Kopf die Angst übernommen hat.
Nehmen wir Eros den Hund meiner Freundin. Eros hatte mal Angst, hatte mal nicht Angst, aber er hatte immer Angst, wenn es einmal laut wurde. Dann lief er vom Auslauf ins Haus und verkroch sich in der Küche. Dieses arme Tier. Also versuchte ich Ihn zu mir zu locken. "Feiner Eros, musst keine Angst haben, komm her". Ich kniete mich dazu hin, lud ihn ein, oft hatte ich Futterstücke dabei. Manchmal kam er, das war Glück, in den meisten Fällen kam er nicht, sondern drückte sich in die äußerste Ecke in der Küche.
Heute weiß ich, dass ich ihn in seinem Verhalten bestärkt habe. Er läuft weg, meidet und ich redete ihm freundlich zu und bestätige dadurch sein Verhalten. Ich hätte schlauer sein müssen, aber manchmal ist man eben menschlich und muss auch immer wieder erst dazu lernen!
C. Kaul
Comments