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Arthrose

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 14. Aug. 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Okt. 2024

In diesem Beitrag erfährst du:

Wie du Arthrose erkennst.

Welche pflanzlichen Hausmittel gegen Schmerzen und Entzündungen wirken können.

Was du vorbeugend unternehmen kannst!


Deine Hund bewegt sich nach einem Nickerchen steif oder hat Schwierigkeiten, aufzustehen? Das können die typischen Symptome einer Arthrose sein, der häufigsten Gelenkerkrankung beim Hund. Oft beginnt die Arthrose schleichend und schreitet im Leben eines Hundes weiter fort. Wenn du die ersten Anzeichen bemerkst, solltest du gleich handeln, denn zu diesem Zeitpunkt bestehen oft bereits kleine Veränderungen im Gelenk, die sich nicht mehr zurückbilden. Dies kann zu starken Schmerzen führen, weshalb ein Besuch in der Tierarztpraxis für eine genaue Diagnose immer sinnvoll ist. Aber keine Sorge: Viele Hunde leben mit leichter Arthrose glücklich und zufrieden. Durch Maßnahmen wie beispielsweise einer Ernährungsanpassung kannst du den fortschreitenden Verlauf der Arthrose verlangsamen und deinem Hund helfen, beweglich und so schmerzfrei wie möglich zu bleiben. Eine spezielle Diät zur Linderung der Arthrose ist sogar ganz vegan möglich. Du kannst auf eine Reihe von pflanzlichen Nahrungsergänzungen zurückgreifen, die einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Gelenke deines Hundes haben und die entzündlichen Reaktionen entgegenwirken. Und es kommt noch besser, es gibt keinen wissenschaftlichen Hinweis darauf, dass diätetische Produkte tierischen Ursprungs zur Arthrose Therapie wirksamer sind als pflanzliche. Sehen wir uns an, was die Natur zur Vorbeugung von Arthrose und zur Verminderung der resultierenden Beschwerden bereithält.

Symptome erkennen und deuten

Arthrose entwickelt sich oft langsam und die ersten Anzeichen werden häufig übersehen. Neben Lahmheit können auch eine eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit und ein deutlicher Rückgang der Aktivität auftreten, da der Schmerz die Bewegung einschränkt. Dies kann zu Muskelabbau führen, was wiederum Verspannungen und weitere Schmerzen verursachen kann. Fortgeschrittene Arthrose kann Verhärtungen an Knochen, Bändern und Knorpeln verursachen, insbesondere an häufig betroffenen Stellen wie den Knien, Schultern, der Hüfte und Ellenbogen. Arthrose kann jedoch auch an den Pfoten oder der Wirbelsäule auftreten.

Pflanzliche Hausmittel zur Behandlung von Schmerzen und

Entzündungen

Kurkuma

Kurkuma ist ein Ingwergewächs aus Südasien und enthält die Verbindung Curcurmin, welche eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung hat (Oliveira et al., 2015). In einer Untersuchung, in der 18 Hunde mit Arthrose 60 Tage lang Kurkuma in einer Dosis von 6,60 mg/kg Körpergewicht erhielten, wurde die entzündungshemmende Aktivität von Curcumin bestätigt (Scorlon et al. 2016). Diese Ergebnisse stimmen mit denen von Colitti et al. (2012) überein.

Salaibaum

Der Salaibaum ist ein Baum aus Indien, dessen Harz für medizinische Zwecke verwendet wird.Untersuchungen zeigten, dass Boswellia-Harz, das Hunden 6 Wochen lang verabreicht wurde, dazu beitrug, Lahmheit (bei Bewegung oder nach einer langen Pause), lokale Schmerzen und steifen Gang zu verringern (Comblain et al., 2016).

Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm ist sogar auf unseren heimischen Wiesen zu finden und gilt schon lange Zeit als Heilpflanze. Seine entzündungshemmende Wirkung wurde beispielsweise von Gründemann et al. (2014) beschrieben. Bitte beachte, dass Du nicht einfach Ackerschachtelhalm von der Wiese ernten solltest, um es deinem Hund zu verfüttern. Der Ackerschachtelhalm muss zunächst aufbereitet und auf seine Unschädlichkeit durch z.B. Kontamination mit Pestiziden oder anderen, für den Hund giftigen Pflanzen, untersucht werden. Bezieh daher bitte immer ein Präparat, das speziell für Hunde entwickelt wurde.

Teufelskralle

Die Teufelskralle ist eine südafrikanische Pflanze, die Harpagosid als eine ihrer wichtigsten biologisch aktiven phyto-chemischen Verbindungen enthält.Eine Vielzahl von Studien stützt die Wirksamkeit von Harpagosid bei der Linderung der Symptome von Arthrose (siehe z. B. Gagnier et al., 2004). Ein Nahrungsergänzungsmittel auf Kräuterbasis, das Teufelskralle enthielt, demonstrierte seine entzündungshemmende Wirkung in einer Studie mit Hunden (Moreau et al., 2014).

Omega 3 Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren sind essenziell für den Hundekörper und übernehmen wichtige Funktionen im Organismus. Die wichtigsten pflanzlichen Nahrungsquellen für Omega 3 Fettsäuren sind Micro Algen sowie pflanzliche Speiseöle wie z. B. Leinöl. Untersuchungen zeigten, dass die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren den Zustand von Hunden mit Arthrose verbessert (Roush et al., 2010). In einer Studie, welche die Omega 3 Fettsaüren EPA und DHA (können aus Algen gewonnen werden, vergl. Winwood, 2013) sowie α-Linolensäure (kommt in Pflanzenölen vor) hinsichtlich ihrer Wirkung auf Knorpelabbau und Gelenkentzündungen verglichen, erwies sich EPA als die wirksamste Omega 3 Fettsäure (Hurst et al., 2010). Die beste pflanzliche Quelle für EPA ist Algenöl aus der Mikroalge Schizochytrium.

Glucosamin

Glucosamin ist ein Aminozucker, der konventionell aus Schalentieren extrahiert wird. Neuere Studien wenden die mikrobielle Fermentation durch Fadenpilze oder rekombinante Escherichia coli als alternatives Verfahren zur Herstellung von Glucosamin an. Auch mit diesem Verfahren zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Schmerzen von Hunden mit Arthrose bei Verabreichung von Glucosamin (Lowe, 2020).

CBD Öl

CBD Öl wird aus Hanf gewonnen und enthält den Wirkstoff „Cannabidiol“ (CBD) in aufkonzentrierter Form, der für seine antientzündlichen Eigenschaften bekannt ist. Auch bei Osteoarthorse konnte in einer Studie ein positiver Effekt auf die Bewegungsfreude durch CBD Öl nachgewiesen werden (Gamble Lauri Jo, 2018). Eine berauschende Wirkung ist übrigens nicht zu befürchten der dafür zuständige Stoff in Hanf „Tetrahydrocannabinol“ (THC) wird bei der Herstellung von CBD Öl nämlich entfernt.

Schlussfolgerung zu den pflanzlichen Hausmitteln

Du siehst, es gibt gute, pflanzliche Nahrungsergänzungen, die dir zur Unterstützung der Behandlung von Arthrose beim Hund zur Verfügung stehen. Aber Vorsicht: Trotzdem dürfen pflanzliche Produkte nicht wahllos gefüttert werden. Manche sollten nur als Kur gegeben werden, während andere zur Dauertherapie geeignet sind. Auch müssen Wechselwirkungen mit anderen Nahrungsmitteln gecheckt werden. Am besten lässt du dich tierärztlich beraten – nun bist du bestens informiert über die veganen Möglichkeiten. Auch ist es wichtig, daran zu denken, dass diese pflanzlichen Mittel nur unterstützend wirken und Schmerzen bei Arthrose nicht vollständig eliminieren werden, geschweige denn Arthrose heilen (das ist nämlich nicht möglich). Es ist daher äußerst wichtig, bei Bedarf zusätzlich eine Schmerztherapie zu starten und regelmäßige tierärztliche Check Ups zu vereinbaren.

Maßnahmen zur Vorbeugung von Arthrose

Die falsche Ernährung bei Übergewicht schadet den Gelenken unserer Vierbeiner und kann somit Arthrose begünstigen. Eine Faustregel besagt, dass die Rippen unserer Hunde zwar nicht sichtbar, aber spürbar sein sollten.

Individuelle Bewegung auf gelenkschonendem Untergrund. Ein weicher Erdboden ist zudem gelenkschonender als ein Gassi Gang auf hartem Asphalt, welcher die Gelenkabnutzung begünstigt.

Schwimmen unterstützt den Muskelaufbau, ohne den Gelenkverschleiß voranzutreiben. Daher wird Schwimmen auch häufig Hunden empfohlen, die schon an Arthrose leiden, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken.

Unterstützung bei Treppen, Autos oder hohen Bettkanten, Hunde sind zwar in der Lage, eigenständig in ein Auto zu springen oder die Treppen zu laufen, jedoch ist dies ab einem gewissen Höhenunterschied nicht immer sinnvoll. Überlastungen der Gelenke können verhindert werden, indem beispielsweise Aufstiegshilfen oder-Rampen montiert werden, welche unser Hund dann benutzen darf.

Gesunde Ernährung wie schon erwähnt, ist ausschlaggebend für eine Unterstützung des Gelenkstoffwechsels. Daher sollte auf das richtige Hundefutter für die Gelenke geachtet werden


C. Kaul

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