Der Beagle
- zumlorcheborn
- 27. Aug. 2024
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Okt. 2024

Beagles sind agile und humorvolle Hunde. Diese Hunderasse liebt Bewegung, Fressen und sie sind verdammt schlau. Die robusten und kompakten Hunde eignen sich nicht nur für die Jagd, sondern sie sind auch sehr gute Familienhunde. Beagles sind lebhaft, sie lieben es zu spielen und sie sind unerschrocken.
Die Lust auf Essbares ist bei dieser Hunderasse stark ausgeprägt und sie lassen sich auch immer wieder etwas Neues einfallen, um ihrer Lust am Essen nachgehen zu können. Nicht nur Wild reizt die fröhlichen Hunde, sondern auch Kekse, Brote, einfach alles, was essbar oder auch manchmal eher ungenießbar ist.
Da die Beagles besonders intelligent und stur sind, sollte von Anfang an die Rangordnung geklärt werden. Konsequenz ist wichtig und es muss auch immer wieder die Marschrichtung vorgegeben werden. Auf diese Hunde ist keiner lang böse, ihr Blick lässt die Herzen einfach schmelzen.
Die Geschichte der Beagle
Die Beagles haben eine lange Geschichte, ihre Vorfahren kommen aus Frankreich. Der „Northern Hound“ ist für die Schnelligkeit der beliebten Hunderasse verantwortlich. Die Fellfarbe sowie der ausgezeichnete Geruchssinn haben die Beagles den „Southern Hounds“ zu verdanken.
Die beiden Hunderassen „Northern Hound“ und „Southern Hounds“ wurde um 1400 in Südfrankreich miteinander verpaart. So entstanden die Beagles. Durch die Verpaarung der beiden Rassen haben Beagles einen sehr guten Geruchssinn und

einen ausgeprägten Jagd Instinkt.
Früher wurde mit Hunde Meuten gejagt, die Hunde jagten das Wild solange bis es müde war und die Jäger es erlegen konnten. Bis heute haben die Beagles den starken Jagdtrieb und sie kommen auch in einem großen Rudel sehr gut zurecht.
Der Beagle im FCI Rassestandard
Der Beagle ist eine anerkannte Hunderasse aus Großbritannien und sie wird wie folgt im FCI aufgeführt.
Eigenschaft | Details |
Größe | 33cm- 40cm |
Gewicht | 14kg |
Lebenserwartung | 13 jahre |
Fellfarben | Schwarz, Braun und Weiß,Braun, Rot und Zitronengelb |
Fellstruktur | kurz |
Wichtigste Charaktereigenschaften | fröhlich und zielstrebig |
Aktivitätslevel | hoch |
Pflegeaufwand | mittel |
Beagle sind fröhlich Hunde, die sich für die Jagd sehr gut eignen. Sie jagen überwiegend Hasen, sie folgen der Fährte unerschrocken und zielstrebig. Diese Hunderasse ist sehr ausgeglichen, sie sind liebenswürdig, aufgeweckt. Sie sind sehr schlau und stellen auch mal die Hierarchie infrage. Angriffslust oder Ängstlichkeit kennt ein gesunder Beagle nicht.
Der Körperbau vom Beagle
Beagles gehören eher zur kleinen Hunderasse, sie erreichen eine maximale Widerristhöhe von 40 Zentimeter. Das Idealgewicht liegt bei maximal 14 Kilogramm. Der Beagle hat einen feinen und faltenfreien Kopf, an diesem hängen die abgerundeten Ohren herunter.
Seine großen Augen lassen die Herzen schmelzen, sie sind sehr ausdrucksstark. Diese Hunderasse hat ein kräftiges Gebiss, das Maul ist weiß. Die kurzen Beine sind kräftig und dabei sind die Pfoten groß. Der Körper ist kräftig und kompakt. Die Rute vom Beagle hat eine weiße Spitze. Die Rute trägt der Beagle beim Jagen aufrecht, so kann er immer über die weiße Spitze, gesehen werden. Die weiße Spitze weißt auf einen echten Beagle hin.
Der Beagle hat ein kurzes, glänzendes sowie dichtes Fell. Die Farbe ist Schwarz, Braun und Weiß. Es werden auch Farbstellungen wie Braun, Rot und Zitronengelb anerkannt.
Die Lebenserwartung vom Beagle
Ein Beagle kann bis zu 13 Jahre alt werden. Wie bei allen Hunderassen ist die Haltung, Fütterung, Pflege und die ärztliche Vorsorge mit entscheidet. Hunde die gut gehalten, entsprechend gefüttert und gepflegt werden, bleiben lange gesund.
Erbkrankheiten beim Beagle
Leider hat der Beagle gleich mehrere Erbkrankheiten, auch wenn er ein robuster Hund ist.
Nachfolgend listen ich die verschiedenen erblich bedingten Erkrankungen auf.
Epilepsie: Die Epilepsie ähnelt die der Menschen. Die Hunde bekommen krampfartige Anfälle, sie zucken unkontrolliert und können dabei auch bewusstlos werden. Die Krankheit kann behandelt werden. Es kann sein, das eine lebenslange Therapie notwendig ist.
Übergewicht: Beagles fressen für ihr Leben gern, auch gerne mal zu viel. Bei dieser Hunderasse muss auf die richtige Ernährung immer geachtet werden und auf genügend Bewegung. Lange Spaziergänge und eine ausgewogene Ernährung sorgen dafür, das es nicht zum Übergewicht kommt.
Hound Ataxie und Hüftgelenkdysplasie: Bei der Hound Ataxie handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, die dazu führt, das unter anderem das Rückenmark angegriffen wird. Es können sich auch die grauen Substanzen im Gehirn zurückbilden. Bemerkbar macht sich die Krankheit durch Bewegungsstörungen, eingeschränkten Haut sowie Oberflächenreflexe und spastische Lähmungen.
Bei der Hüftgelenkdysplasie, auch HD genannt, handelt es sich um eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Der Oberschenkelkopf hat nur noch wenig Halt und es kommt zu einer schmerzhaften Reizung der Knochenhaut des Pfannenrandes. Die Hunde sind lahm, der Gang wirkt instabil, die Hunde möchten nicht mehr laufen, teilweise heulen sie vor Schmerzen auf. Starke Belastungen müssen vermieden werden, die Hunde sollten keine Treppen steigen und es muss der Tierarzt aufgesucht werden.
Augenerkrankungen: Beagles leiden auch öfter unter Augenerkrankungen, wie Bindehautentzündungen, grüner sowie grauer Star und zu trockene Augen. Die Augen sollten in Abständen vom Tierarzt kontrolliert werden.
Ohren: Die hängenden Ohren sind, bei mangelhafter Pflege, eine ideale Brutstätte für Milben, Bakterien und Verschmutzungen. Die richtige Pflege verhindert Erkrankungen oder Entzündungen in den Ohren.
Die Erziehung vom Beagle
Beagle benötigen, aufgrund ihrer Intelligenz und Sturheit, eine konsequente sowie liebevolle Hand. Die Hunderasse benötigt eine Struktur und sie muss wissen wo ihr Platz in der Hierarchie ist. Bei der Erziehung der freundlichen Beagles ist Geduld gefragt, da sie sich gerne widersetzen.
Die süßen Beagles versuchen immer wieder mit ihren treuen Augen, der Erziehung zu entkommen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen.
Beagle kaufen
Ideal ist der Kauf eines Beagles bei einem Züchter, dieser sollte Mitglied im VDH sein. VDH Verband für das deutsche Hundewesen. Die Züchter unterliegen strengen Richtlinien und sie werden Regel mäßig überprüft. Die Welpen werden von Beginn an, an die Menschen gewöhnt und sozialisiert. Züchter stellen ihre Würfe auch dem Tierarzt vor.
Es gibt auch die Organisation „Beagle in Not“ dort werden Beagle in verschiedenen Altersklassen angeboten. Ein Hund von einer seriösen Organisation wird garantiert für Freude sorgen. Die Hunde suchen aus unterschiedlichen Gründen eine neue Familie.
Die Ernährung vom Beagle
Da Beagles zu Übergewicht neigen, muss bei der Ernährung darauf geachtet werden, dass diese ausgewogen ist. Die Hunderasse liebt geregelte Fütterungszeiten, ideal ist wenn die Fütterung immer zur gleichen Uhrzeit erfolgt.
Durch das Regel mäßige Füttern zu festen Zeiten bettelt der Beagle auch weniger. Frisches Wasser muss immer zur Verfügung stehen. Die Futtermenge hängt von der Aktivität des Hundes sowie von seinem Grundgewicht ab. Wichtig ist, dass die Ernährung angepasst ist, so kommt es auch nicht zum Übergewicht.
Die Pflege von Fell, Ohren und Augen beim Beagle
Das Fell vom Beagle ist stark und es lässt sich nicht ganz so einfach von der Couch entfernen. Das Haarkleid sollte oft gebürstet werden. Die abgestorbenen Haare können so entfernt werden. Sollte der Beagle durchs Gebüsch gelaufen sein, so sollte das Fell begutachtet werden, gibt es Verletzungen oder haben sich Flöhe eingenistet? Ein Flohbefall muss direkt behandelt werden, genauso wie Verletzungen.
Beim Jahreswechsel haaren Beagles stark, dies sollte bei der Kaufentscheidung bedacht werden. Durch die häufige Pflege des Fells kann das Haaren eingedämmt werden. Der Fellwechsel sorgt für mehr Pflegeaufwand.
Die süßen Schlappohren vom Beagle benötigen auch pflege. Da die Ohren eng am Kopf anliegen, kann das Innere vom Ohr nicht gut belüftet werden. Werden die Ohren nicht richtig gepflegt kann es zu einem Milbenbefall kommen oder es bildet sich eine Entzündung. Ist schwarzbrauner, übel riechender Ausfluss vorhanden, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.
Die Ohren sollten mit einem weichen, feuchten Tuch vorsichtig gereinigt werden. Der Tierarzt sollte einmal genau zeigen, wie die Pflege zu erfolgen hat. Bei Fehlern kann es zu Verletzungen oder Entzündungen kommen.
Die Augen sollten ebenfalls täglich überprüft werden. Schmutz, Staub lagern sich um die Augen herum ab. Mit einem weichen, feuchten Tuch können diese entfernt werden. Sollten die Augen tränen oder zu trocken sein, so muss der Tierarzt aufgesucht werden.
C, Kaul
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