Diabetes
- zumlorcheborn
- 23. Aug. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Okt. 2024

Nur noch ein Piks pro Tag
Nicht nur Menschen können an Diabetes mellitus erkranken, sondern auch Hunde und Katzen. Was viele jedoch noch nicht wissen und was ich deswegen gleich zu Beginn erwähnen möchte! Auch bei Hunden und Katzen kann Diabetes mellitus mittlerweile gut behandelt werden! Ein gutes Hundeleben trotz Zuckerkrankheit? Das geht! In diesem Beitrag erfährst Du alles rund um das Thema Diabetes beim Hund
Was ist Diabetes mellitus beim Hund?
Aber was hat es mit der Zuckerkrankheit überhaupt auf sich? Diabetes mellitus ist eine Stollwechselstörung, bei der es zu Problemen mit dem Hormon Insulin kommt. Bei einem diabetischen Hund kommt es in der Regel zur Zerstörung der Zellen, die das Hormon Insulin produzieren. Folglich wird kein oder nur sehr wenig Insulin produziert und die Glukose im Blut nicht genutzt. Das stellt ein Problem dar, denn nun versucht der Körper einen Ausgleich durch verstärkten Fett und Proteinabbau herzustellen.
3 Typen von Diabetes
Typ 1 Diabetes: Insulinmangel
Die beim Hund am häufigsten auftretende Form, bei der die Ursache der Erkrankung in einem Mangel des Hormons Insulin liegt. Die Bauchspeicheldrüse produziert nicht genügend Insulin, um die Glukose (Zucker) regulieren zu können. Folglich erhöht sich die Konzentration von Zucker im Blut. Der Hund scheidet ihn über den Urin aus, was problematisch ist, denn Zucker im Urin entzieht dem Hundekörper Flüssigkeit. Bei Katzen kommt der Typ 1 Diabetes sehr selten vor.
Typ 2 Diabetes: Insulinresistenz
Diabetes Typ 2 ist wiederum bei Hunden äußerst selten und kommt so gut wie gar nicht vor. Hierbei produziert der Körper eine normale Menge Insulin, jedoch erkennen die Körperzellen den Zucker im Blut nicht und können die Glukose daher nicht aufnehmen. Somit steigt der Blutzuckerspiegel und es kommt zur gleichen Problematik wie beim Typ 1 Diabetes.
Typ 3 Diabetes: Vorerkrankungen
Hierbei handelt es sich um eine Sonderform der Stoffwechselstörung. Typ 3 Diabetes wird durch eine Grunderkrankung wie beispielsweise Morbus Cushing oder eine Schilddrüsenunterfunktion ausgelöst. Auch die Läufigkeits- oder Trächtigkeitsdiabetes wird diesem Diabetes Typ zugeordnet.
Wie erkenne ich Diabetes beim Hund?
Hunde mit Diabetes weisen meist folgende Symptome auf:
Verstärkter Durst und vermehrtes Trinken
Häufiges Urinieren
Heißhunger
Gewichtsverlust
Diabetische Katarakt (diabetischer „Grauer Star“, auch Linsentrübung genannt)
Energiemangel
Stumpfes Fell
Fallen Dir einige der Symptome bei deinem Hund auf, solltest Du einen Tierarzt zwecks Diagnose aufsuchen. Bitte beachte, dass die aufgelisteten Symptome auch auf andere Krankheiten hinweisen können. Ob es sich wirklich um Diabetes bei Deinem Vierbeiner handelt, kann lediglich der Tierarzt mittels Blut und Urinuntersuchung feststellen.
Behandlung von Diabetes beim Hund
Ist die Diagnose Diabetes beim Hund gestellt, so ist ganz normal, dass viele Hundemenschen erstmal verunsichert und beunruhigt sind. Schließlich gilt Diabetes mellitus in den meisten Fällen als nicht heilbar. Doch das ist längst kein Grund, aufzugeben! Mit der richtigen Behandlung kann Dein Hund ein langes und gesundes Leben trotz Diabetes führen.
Wichtig zu wissen: Eine einfache Ernährungsumstellung ist bei Hunden in der Regel nicht ausreichend, um anhaltende Erfolge bei der Behandlung zu erzielen. Die meisten Vierbeiner sind von Therapiebeginn an insulinabhängig und benötigen deswegen die Zuführung von Insulin durch eine Injektion Spritze. Bis der Blutzuckerspiegel Deines Hundes gut reguliert ist, kann es bis zu einem Monat oder länger dauern. Aber Geduld zahlt sich bekanntlich aus.
1 Piks pro Tag
Studien zeigen, dass zwei von zehn Hunden mit Diabetes innerhalb eines Jahres nach der Diagnose eingeschläfert werden. Und deswegen möchte ich auf diesem Wege auf die vereinfachte und moderne Insulintherapie aufmerksam machen. Diese erleichtert die Behandlung von Diabetes beim Hund, denn bei vielen Vierbeinern erweist sich je nach Insulin ein Piks pro Tag durch länger wirksame Insuline als ausreichend. Die längere Wirksamkeit der Insuline wird z.B. durch einen Zusatz von Protamin und Zink bewirkt. Vielen Hunden geht es bei dieser Behandlung schon nach ein bis zwei Wochen deutlich besser.
Behandeln statt Einschläfern!
Diabetes beim Hund ist eine Stoffwechselstörung, die bei etwa 1,3% aller Hunde auftritt. Oft kommen bei Hundemenschen nach der Diagnose die Fragen nach Kosten für die Behandlung und der Lebensqualität sowie der Lebenserwartung des Hundes auf. Auch die Insulinspritze, die dem Hund täglich verabreicht werden muss, stellt eine Hürde für viele Zweibeiner dar. Doch mit der richtigen Insulintherapie lässt sich die Zuckerkrankheit sehr gut behandeln und die Symptome reduzieren oder sogar vollständig bekämpfen. Länger wirksame Insuline erleichtern die Behandlung von Diabetes beim Hund. Für mehr Informationen besuche die Seite Hund mit Diabetes und lasse Dich von Deinem Tierarzt des Vertrauens beraten.
C. Kaul
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