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Die Lebenserwartung von Hunden

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 26. Aug. 2024
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Okt. 2024

Jeder Hundebesitzer wünscht sich von ganzem Herzen, so viel Zeit wie möglich mit dem geliebten Vierbeiner. Zu unserem Bedauern, haben unsere vierbeinigen Freunde jedoch eine geringere Lebenserwartung als wir Menschen. Aber wie lange leben Hunde im Durchschnitt? Und welche Faktoren beeinflussen ihre Lebenserwartung? In diesem Artikel geben wir dir einen Überblick und erklären, wie du dafür sorgen kannst, dass dein Hund möglichst lange gesund bleibt. Am Ende des Beitrags findest du außerdem eine Tabelle mit den durchschnittlichen Lebenserwartungen verschiedener Hunderassen im Überblick. 

Von welchen Faktoren hängt die Lebenserwartung von Hunden ab?

Wie lange Hunde leben, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen:

Größe

Allgemein wird oft behauptet, dass große Hunde kürzer leben als kleine Hunde. Aber wieso ist das eigentlich so? Eine Studie aus den USA besagt, dass die Ursache dafür auf das Wachstum im Welpenalter zurückzuführen ist. Große Hunde legen hier in kurzer Zeit sehr viel an Größe und Gewicht zu, dabei arbeitet ihr Stoffwechsel auf Hochtouren. Laut der Wissenschaftler soll dies die Zellen der Hunde nachhaltig schädigen, was anschließend dazu führen soll, dass sie schneller altern und demnach auch kürzer leben. Bei anderen großen Säugetieren, wie beispielsweise Löwen, passiert das nicht, weil sie langsamer wachsen als große Hunde.

Hunderassen werden in folgende Größen eingeteilt:

Kleine Rassen: bis zu 15 kg Körpergewicht

Mittlere Rassen: 15 bis 45 kg Körpergewicht

Große Rassen: mehr als 45 kg Körpergewicht

Gewicht

Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Lebenserwartung von Hunden beeinflusst, ist das Gewicht. Übergewichtige Hunde haben eine kürzere Lebenserwartung als Hunde, die ein gesundes Gewicht haben. Das liegt daran, dass Übergewicht das Risiko von Herz Kreislauf Erkrankungen, Diabetes und anderen gesundheitlichen Problemen erhöht.

Lebensstil

Auch der Lebensstil eines Hundes hat einen Einfluss auf dessen Lebenserwartung. Hunde, die regelmäßig ausgeführt und ausgewogen ernährt werden, leben in der Regel länger als Hunde, die einen ungesunden Lebensstil führen. Auch die regelmäßige Untersuchung von einem Tierarzt trägt dazu bei, Auffälligkeiten schneller zu erkennen und deinen Hund dadurch gesundheitlich besser zu unterstützen.

Leben Mischlinge länger als reinrassige Hunde?

Eine weit verbreitete Annahme lautet, dass Mischlinge seltener unter Krankheiten leiden als Rassehunde und dementsprechend eine längere Lebenserwartung haben. Das soll daran liegen, dass sie eine größere genetische Vielfalt aufweisen, weshalb sie in Bezug auf bestimmte Krankheiten widerstandsfähiger und weniger anfällig sein sollen. Diese Ansicht ist allerdings umstritten. Demgegenüber gibt es jedoch Studien, die belegen, dass Mischlinge genauso oft in die Tierarztpraxis gebracht werden müssen, wie reinrassige Hunde.

Kann die Lebenserwartung von Hunden berechnet werden?

Die genaue Lebenserwartung von Hunden vorherzusagen ist kurzum unmöglich. Allerdings ist es möglich, die durchschnittliche Lebenserwartung zu bestimmen.

Wie berechnet man die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hundes?

Die durchschnittliche Lebenserwartung kann anhand der oben genannten Faktoren (Größe, Gewicht, Lebensstil, Rasse, usw.) ermittelt werden. Demnach liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei kleinen Hunden, wie z.B. dem Yorkshire Terrier, bei etwa 13-16 Jahren. Große Hunde, wie Deutsche Doggen, werden im Durchschnitt nur etwa 6-8 Jahre alt. Am Ende des Beitrags findest du eine Tabelle mit den durchschnittlichen Lebenserwartungen verschiedener Hunderassen im Überblick. Es ist allerdings wichtig zu beachten, dass die Werte in der Tabelle nur Durchschnittswerte sind und die Lebenserwartung jedes Hundes individuell ist.

Wusstest du, dass Chihuahuas eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren haben?

Welche Hunde werden besonders alt?

Einige Hunderassen haben eine höhere Lebenserwartung als andere. Hier sind einige Beispiele:

Australian Cattle Dog: 12-16 Jahre

Beagle: 12-15 Jahre

Chihuahua: 12-20 Jahre

Dackel: 12-15 Jahre

Shih Tzu: 10-18 Jahre

Auch hier ist wichtig zu beachten, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, die nicht pauschal für alle Hunde dieser Rasse gelten.

Wie alt war der älteste Hund der Welt?

Der älteste Hund der Welt war ein Australian Cattle Dog namens Bluey. Er wurde 1910 geboren und starb im Jahr 1939. Damit war er also 29 Jahre und 5 Monate alt.

Wie viele Hundejahre sind ein Menschenjahr?

Im Volksmund heißt es, dass ein Hundejahr sieben Menschen Jahren entspricht. Dies ist allerdings ein Irrtum. Tatsächlich hängt die Umrechnung von der Größe des Hundes ab. Denn laut einer Studie sollen kleinere Hunde langsamer altern als größere Hunde. Eine grobe Faustregel besagt, dass ein Hund im ersten Lebensjahr etwa fünf Menschen Jahren entspricht. Danach bedeutet jedes weitere Lebensjahr bei kleinen Hunden etwa vier Menschen Jahre. Bei großen Hunden sind es dagegen etwa fünf bis sechs Menschen Jahre.

Woran erkenne ich, dass mein Hund alt wird?

Es gibt verschiedene Anzeichen, die darauf hinweisen können, dass dein Hund älter wird. Einige dieser Anzeichen sind:

Graue Haare im Gesicht und an anderen Stellen: Ähnlich wie bei Menschen bekommen auch Hunde im Alter graue Haare. Diese können vor allem im Gesicht und an anderen Körperstellen auftreten.

Verlust von Zähnen und schlechter Atem: Bei älteren Hunden kann es zu Problemen mit ihren Zähnen kommen. Dabei kann passieren, dass sie ihre Zähne verlieren und auch ihr Atem schlechter wird.

Weniger Aktivität oder Energie: Im Allgemeinen kann es sein, dass ältere Hunde weniger aktiv sind und weniger Energie haben als jüngere Hunde. Es ist auch nicht selten, dass sie weniger Interesse an Aktivitäten haben, die sie früher gerne gemacht haben. Sei also nicht sofort besorgt, wenn dein älterer Hund nicht mehr so oft das Bällchen holen mag wie früher.

Veränderungen im Appetit oder Gewicht: Es kann sein, dass sich der Appetit älterer Hunde im Laufe der Zeit verändert. Oft haben alte Hunde weniger Hunger, das kann dazu führen, dass sie Gewicht verlieren.

Schwierigkeiten beim Gehen oder Treppensteigen: Bei älteren Hunden kann es zu Problemen mit ihrem Bewegungsapparat kommen. Manche Hunde haben im Alter Schwierigkeiten, Treppen zu steigen oder sich zu bewegen.

Wenn du diese Anzeichen bei deinem Hund bemerkst, ist es wichtig, ihn einmal von deinem Tierarzt untersuchen zu lassen. So kannst du sicherstellen, dass er gesund ist und die bestmögliche Pflege erhält. Darüber hinaus kannst du auf diesem Weg auch medizinische Ratschläge erhalten, um deinen Hund im Alter bestmöglich zu unterstützen und ihm eine gute Lebensqualität zu bieten.

Bewegung ist ebenso ein wichtiger Faktor für ein langes und glückliches Hundeleben.

Wie kann ich dafür sorgen, dass mein Hund lange lebt?

Es gibt einige Dinge, die du tun kannst, damit dein Hund ein langes und gesundes Leben führen kann:

Sorge für eine ausgewogene Ernährung und überfüttere deinen Hund nicht.

Stelle sicher, dass dein Hund regelmäßig ausgeführt wird und genügend Bewegung erhält. Hundesport ist dafür eine tolle Option. Probiere mit deinem Hund doch einmal Ninjadogs, Mantrailing, Agility oder Apportieren.

Gehe mit deinem Hund regelmäßig in die Tierarztpraxis, um ihn untersuchen und impfen zu lassen.

Sorge dafür, dass dein Haus und dein Garten für deinen Hund sicher sind.

Sorge auch für ausreichend geistige Stimulation, indem du deinem Hund Spielzeug und Training bietest.

Achte darüber hinaus auch immer auf Anzeichen von gesundheitlichen Problemen und bringe deinen Hund bei Bedarf sofort zum Tierarzt.

Was sind häufige Todesursachen beim Hund?

Zu den häufigsten Todesursachen beim Hund zählen z.B.:

Krebs: Krebs ist leider eine der häufigsten Todesursachen bei Hunden und kann in vielen verschiedenen Formen auftreten.

Herz Kreislauf Erkrankungen: Diese Form von Erkrankung kann zu Herzversagen oder Schlaganfällen führen.

Nierenversagen: kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden. Es führt dazu, dass ein Hund nicht mehr in der Lage ist, Giftstoffe aus seinem Körper zuleiten.

Verletzungen: können zu schweren Blutungen oder Organversagen führen.

Altersschwäche: Wenn der Körper des Hundes nicht mehr so effektiv funktioniert wie in jungen Jahren, spricht man von Altersschwäche.

Wie alt Hunde werden, hängt auch von der Rasse ab.

Tabelle: Durchschnittliche Lebenserwartung von Hunderassen

Im nachfolgenden findest du eine Tabelle mit den durchschnittlichen Lebenserwartungen verschiedener Hunderassen. Beachte bitte, dass es sich hierbei um Durchschnittswerte handelt, die nicht 1:1 auf jeden Hund einer Rasse übertragbar sind.

Hunderassen von A-D

Rasse

Durchschnittliche Lebenserwartung

Affenpinscher

12-15 Jahre

Afghanischer Windhund

10-14 Jahre

Aidi

10-11 Jahre

Akita

10-13 Jahre

American Eskimo Dog

12-15 Jahre

American Staffordshire Terrier

10-12 Jahre

Australian Cattle Dog

12-16 Jahre

Australian Shephard

12-15 Jahre

Basset Hound

10-12 Jahre

Beagle

12-15 Jahre

Berner Sennenhund

7-10 Jahre

Bernhardiner

7-10 Jahre

Bichon Frise

12-15 Jahre

Bloodhound

10-12 Jahre

Border Collie

13-17 Jahre

Border Terrier

12-15 Jahre

Boston Terrier

11-13 Jahre

Boxer

10-12 Jahre

Bulldogge

8-10 Jahre

Cavalier King Charles Spaniel

9-14 Jahre

Chihuahua

12-20 Jahre

Chinesischer Schopfhund

14-18 Jahre

Chow Chow

8-12 Jahre

Cockapoo

14-18 Jahre

Cockerspaniel

10-14 Jahre

Dackel

12-16 Jahre

Dalmatiner

10-13 Jahre

Deutsche Bracke

10-12 Jahre

Deutsche Dogge

6-8 Jahre

Deutscher Boxer

9-11 Jahre

Doberdor

10-13 Jahre

Dobermann

10-13 Jahre

Hunderassen von E-L

Rasse

Durchschnittliche Lebenserwartung

English Cocker Spaniel

12-15 Jahre

Englische Bulldogge

8-10 Jahre

English Springer Spaniel

9-15 Jahre

Entlebucher Sennenhund

11-14 Jahre

Eurasier

12-14 Jahre

Flat Coated Retriever

8-10 Jahre

Foxterrier

12-15 Jahre

Französische Bulldoge

10-12 Jahre

Golden Doodle

10-15 Jahre

Golden Retriever

10-12 Jahre

Gordon Setter

10-12 Jahre

Havaneser

14-16 Jahre

Holländischer Schäferhund

12-14 Jahre

Hovawart

10-14 Jahre

Husky

12-14 Jahre

Irish Red Setter

11-15 Jahre

Irischer Wolfshund

6-10 Jahre

Jack Russel Terrier

13-16 Jahre

Jagdterrier

10-12 Jahre

Kuvasz

8-12 Jahre

Labradoodle

12-14 Jahre

Labrador Retriever

10-12 Jahre

Lagotto Romagnolo

15-17 Jahre

Lhasa Apso

12-15 Jahre

Hunderassen von M-Z

Rasse

Durchschnittliche Lebenserwartung

Malteser

12-15 Jahre

Mastiff

6-10 Jahre

Mastino Napoletano

7-9 Jahre

Mops

12-14 Jahre

Mudi

12-14 Jahre

Neufundländer

8-10 Jahre

Nova Scotia Duck Tolling Retriever

10-14 Jahre

Old English Bulldog

8-10 Jahre

Parson Russell Terrier

12-15 Jahre

Patterdale Terrier

12-15 Jahre

Pekingese

12-15 Jahre

Pudel

12-15 Jahre

Rhodesian Ridgeback

10-12 Jahre

Riesenschnauzer

10-12 Jahre

Schäferhund

9-13 Jahre

Schnauzer

13-16 Jahre

Shar-Pei

8-10 Jahre

Sheltie

12-14 Jahre

Shiba Inu

13-16 Jahre

Shih-Poo

10-15 Jahre

Staffordshire Bull Terrier

12-14 Jahre

Teckel

12-16 Jahre

Tibet-Terrier

12-15 Jahre

Weimaraner

10-13 Jahre

Welsh Corgi

12-15 Jahre

Welsh Springer Spaniel

12-15 Jahre

West Highland White Terrier

12-16 Jahre

Whippet

12-15 Jahre

Yorkshire Terrier

12-15 Jahre

Zwergpinscher

12-15 Jahre

Zwergpudel

14-16 Jahre

Zwergschnauzer

12-14 Jahre

Behalte immer im Hinterkopf, dass diese Werte nur Durchschnittswerte sind. Denn wie lange ein Hund lebt, ist sehr individuell. Wie schon erwähnt, gibt es einige Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen können, wie z.B. Ernährung, Bewegung, Pflege, genetische Veranlagung und medizinische Versorgung. Richte also immer ein besonderes Augenmerk auf diese Punkte, um deinem Hund ein möglichst langes und gesundes Leben zu ermöglichen.


C. Kaul


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