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Die Läufigkeit

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 25. Sept. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Okt. 2024

Das erste Mal

Wann eine Hündin das erste Mal läufig wird hängt von mehreren Faktoren ab.

Das erste mal kann mit 6 -12 Monaten sein. Das ist aber nur ein ungefährer Richtwert.

Abweichungen können auftreten wenn z. B. eine " Althündin" vorhanden ist. In vielen Fällen wartet die Junghündin bis die Althündin läufig wird bzw. ist und schließt sich an. Es kann aber auch sein das die Althündin die Junghündin psychologisch beeinflusst, und sie zunächst gar nicht läufig wird. Das kann bis zu 2 Jahren dauern. Aber irgendwann ist die Natur nicht mehr aufzuhalten.

Oft brauchen Hündinnen bis zu drei Läufigkeiten, bis sich alles eingespielt hat, also bis Abstände und Dauer regelmäßig werden. In diesem Zeitraum findet noch ein wichtiger Entwicklungsprozzes statt, die Pupertät. Hündinen werden von Läufigkeit zu Läufigkeit immer erwachsener. Dies ist deutlich zu erkennen.

Was geschieht nun eigentlich?

Alles beginnt mit der Vorbrunst, dem sogenannten Proästrus. Diese Phase der Läufigkeit ist für den Hundebesitzer leicht zu erkennen, denn die Hündin beginnt vermehrt zu markieren, (die Nachbarschaft muss ja imformiert werden :-)) !

Die Vulva schwillt an und die Hündin sondert einen blutigen Scheidenausfluss ab, sie ist nun für Rüden besonders attraktiv, was dazu führt, dass sie kaum von ihr lassen wollen. Aber auch das Verhalten der Hündin ändert sich, sie prüft potentielle Väter für den eigenen Nachwuchs auf Herz und Nieren. In dieser Zeit ist die Hündin sehr aktiv, was dem zugrundeliegenden Hormon, Östrogen, geschuldet ist.

Auch das Verhalten anderen Hündinen gegenüber verändert sich. Man muss als Halter damit rechnen dass Konkurrentinnen in dieser Zeit nicht unbedingt freundlich behandelt werden.

Fruchtbar ist die Hündin in dieser Phase noch nicht, und das weiß sie. Sie wird den Rüden trotz Charmanten versuchen ausweichen, zickig reagieren oder ihn wegbeißen.

Die Phasen des Zyklus dauern bei Hündinnen unterschiedlich lange. So werden manche Tiere nur einmal pro Jahr läufig, andere zwei oder drei Mal.

Normalerweise dauert der Proöstrus etwa 9 Tage (1 bis 27 Tage). In dieser Zeit steigt die Attraktivität der Hündin für Rüden. Beide suchen vermehrt Kontakt und die Hündin versucht, bei Artgenossen aufzureiten. Ein Aufreiten bei ihr selbst duldet die Hündin in dieser Phase allerdings nicht. Noch knurrt sie die Rüden an und setzt sich hin, wenn diese ihrem Hinterteil zu nahe kommen.

Mit Voranschreiten der Vorhitze bilden sich drei geschlechtsspezifische Reflexe immer deutlicher aus:

Berührt man die Hündin oberhalb der Scheide „blinzelt“ diese, die Vulva kippt nach oben.

Tippt man die Vulva seitlich an, krümmen sich die Hinterbeine in dieselbe Richtung.

Auch die Rute reagiert zunehmend bei einer Manipulation in der Vulvagegend.

Als Östrus wird die Phase bezeichnet, in der die Hündin gedeckt werden kann (Stehtage) in deren Verlauf mehrere Eisprünge stattfinden.Nach etwa ein bis zwei Wochen wird der blutige Ausfluss der Hündin meist heller, dünnflüssiger, also transparente und fleischwasserfarben. Selten haben Hündinnen in diesem Zyklusstadium noch einen blutigen Ausfluss. Die Vulva ist nicht mehr prall, es zeigen sich Falten. Der Zyklus der Hündin geht in den Östrus (Hitze) über, der auch wieder durchschnittlich 9 Tage (4 bis 24 Tage) dauert.

Im Verhalten werden die Abwehrreaktionen gegen das Aufreiten  weniger, bis sie schließlich vollständig fehlen. Dieses Stadium wird als Standhitze bezeichnet und dauert meist drei bis fünf Tage. Die Hündin bewegt auf Berührung der hinteren Körperpartie den Rutenansatz nach oben und zur Seite und bildet ein Hohlkreuz bis hin zum Bewegungen in eine rückwärts gerichtete Richtung. Damit sind ideale Bedingungen für eine erfolgreiche Bedeckung erreicht.

Wenn die Läufigkeitsblutung nachlässt oder gar ganz aufhört, wenn die Scheide bereits abschwillt und das Interesse am anderen Geschlecht nachzulassen beginnt, ist die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Deckakt am größten.

Für Hundebesitzer gilt spätestens jetzt auf die Hündin aufzupassen. 

Leine dran und Rüden meiden wenn man nicht 58 - 65 Tage später viele kleine Mäuler stopfen möchte!

Nach diesen Stehtagen ebbt der Spuk dann langsam aber auch manchmal ganz plötzlich ab. Was allerdings noch länger bleiben kann ist die Abneigung gegenüber Hündinnen. Die sind dann noch sehr lange potentielle Konkurrentinnen!!


C. Kaul

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