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Eine Beziehung, die auf Vertrauen basiert!

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 30. Okt. 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Nov. 2024

Bindung so ein gewichtiges Wort im Zusammenleben zwischen Mensch und Hund. Ich kenne keinen Hundemenschen, der sich keine Bindung zu seinem Hund wünscht. Für mich ist Bindung gleichzusetzen mit Beziehung. Eine Beziehung, die auf Vertrauen basiert. Wo man sich kennt, sich sicher fühlt und auch der Hund wachsen und Erfahrungen sammeln darf.

Und da sind wir dann bei den wichtigsten 5 Punkten!

1: Lass deinen Hund erfolgreich sein!

Schau dir in euerm Zusammenleben an, was dein Hund ganz besonders gut oder gerne macht. Fördere diese Dinge das heißt natürlich nicht, dass du deinen Hund Rehe jagen lässt, wenn er das z.B. gerne machen würde. Aber wenn es wirklich Jagdverhalten ist, was dein Hund für sein Leben gern macht, dann biete ihm Jagdersatzspiele, befriedige seine Bedürfnisse und hab dabei noch gemeinsam Spaß mit deinem Hund, dass macht deinen Hund zufrieden und fördert eure Bindung.

Dein Hund schnüffelt gerne? Auch das kannst du gezielt fördern. So „suche“ ich mit meinen Hunden regelmäßig (immer einzeln) und wir üben das Suchen von Leckerchen auf verschiedenen Höhen und Ebenen z.B. in der Wohnung auf dem Stuhl in verschiedenen Ecken der Wohnung oder im Garten wenn ein Baum da ist in verschiedenen höhen oder auch dort immer verschiedene Ecken.. Das fördert die Fähigkeit des Suchens, aber auch die Beweglichkeit. Es gibt noch viele weitere Fähigkeiten und „Hobbys“, die unseren Hunden Spaß machen. Da bist du nun gefragt. Beobachte deinen Hund und finde seine Vorlieben und erfülle, wo immer es geht, seine Bedürfnisse, lass ihn erfolgreich sein und freue dich mit ihm über seine Erfolge!

Punkt 2: Habt Spaß miteinander!

Der Spaß bleibt so oft auf der Strecke im Zusammenleben mit deinem Hund. Du hast euer Training im Kopf, die Probleme, die es ggf. gibt in Hundebegegnungen, am Jagdverhalten usw. Du siehst oftmals nur noch das Negative. Aber es tut so gut, wenn du einfach mal zusammen mit deinem Hund Spaß hast. Dabei ist alles erlaubt, was euch beiden guttut. Ein ausgelassenes Spiel, Toberei oder auch einfach nur gemeinsam kuscheln all das sind Dinge, die eure Bindung zueinander stärken und die euch eventuelle Probleme auch mal vergessen lassen. Atme mit deinem Hund durch und nehmt euch ganz bewusst solche Auszeiten.

Punkt 3: Gestatte deinem Hund auch mal ein NEIN zu bekunden!

Was?“ Fragst du jetzt vielleicht „der Hund darf NEIN sagen?“ Natürlich darf er das! Räum deinem Hund ein Mitbestimmungsrecht ein. Das muss nichts Großes sein. Er möchte auf euerm Spaziergang nicht links in den Weg rein? Dann geh rechts und zeige ihm so, dass du seine Bedürfnisse siehst und ernst nimmst. Zuhause habe ich für meinen Hund eine Sicherheitszone aufgebaut, geht er dorthin, wenn ich die Bürste raushole, um ihn zu bürsten, ist das ein ganz klares NEIN an mich. Das respektiere ich vielleicht fühlt er sich in dem Moment einfach unwohl, kann das Stillhalten nicht leisten oder mag in dem Moment einfach nicht angefasst werden. Und wenn du jetzt denkst, dass sich dein Hund dann nie wieder bürsten lässt, wenn er dieses Mitspracherecht bekommt, dann kann ich dich beruhigen. Durch Medicaltraining lernt dein Hund, dass Fellpflege gar nicht so gruselig ist und er kann immer öfter auch JA sagen.

Punkt 4: Unterstütze deinen Hund, wenn er allein was nicht schafft!

Es ist völlig normal, wenn dein Hund nicht alles sofort und allein bewältigen kann. Wie bei uns Menschen, gibt es Situationen, wo man einfach Hilfe braucht. Bei manchen Hunden sind es Hundebegegnungen. Meiner Freundin ihr Malteser hatte gerade bei großen Hunden und er wusste anfangs nicht mit den Situationen umzugehen er fror ein oder hing bellend in der Leine. Ich habe ihr dann Strategien an die Pfote gegeben, die auch für sie in ihren Alltag passten sie haben im Vorfeld „Bogen laufen“ und „eigenständiges Weggehen“ trainiert und so kann sie ihm jetzt in Begegnungen helfen, indem sie die Strategien anbietet und so weiß er, wie er entspannt mit der Situation umgehen kann. Ein anderes Beispiel ist seine Geräuschangst, die sie gezielt über ein gutes Training bearbeitet hat und parallel hat er seine weiter oben bereits erwähnte Sicherheitszone, die ihm zumindest zuhause die Möglichkeit gibt, sich durch sein eigens Handeln sicherer zu fühlen. Und diese Strategie hilft ihm! Sie nimmt ihm die Angst natürlich nicht komplett, aber sie gibt ihm die Sicherheit, dass er sich selbst ein kleines Stückweit helfen kann. Und das ist ein gutes Gefühl und die Angst kann ausgehalten werden und wird dadurch auch Berechenbarer. Und dann sind es natürlich auch noch die ganzen kleinen alltäglichen Dinge, wo unsere Hunde Unterstützung von uns brauchen. Die Mülltonne, die dein Hund merkwürdig findet oder ein komischer Untergrund, den er noch nicht kennt. Unterstütze ihn in solchen Situationen und reagiere möglichst schon auf die kleinen, feinen körpersprachlichen Anzeichen, wie z.B. Meideverhalten.

Punkt 5: Lege deinen Fokus auf das, was dein Hund richtig macht!

Und glaub mir, jeder Hund macht ganz viel richtig im Laufe eines Tages. Du musst nur lernen es zu sehen. Umso häufiger du dieses Verhalten bemerkst und deinen Hund darin bestätigst, dass du genau das toll findest, umso häufiger wird er genau das Verhalten dann auch zeigen. Bestätigen kannst du mit allem, was dein Hund gut findet. Das kann ein ehrliches Lob sein, aber auch ein Leckerchen oder vielleicht eine Streicheleinheit. Und der tolle Nebeneffekt: Wenn dein Hund erwünschtes Verhalten zeigt, kann er natürlich auch immer weniger unerwünschtes Verhalten zeigen .Glaub mir, dass funktioniert und ich kann mir einen anderen Umgang mit meinem Hund gar nicht mehr vorstellen. Das war übrigens der Punkt, der unsere Bindung, Beziehung komplett verändert hat. Als ich damit angefangen habe, den Fokus konsequent auf das Positive zu legen, hatte ich das Gefühl, ich lernte ich die Persönlichkeiten meiner Hunde erst wirklich kennen. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass eine gute Beziehung, Bindung auf Vertrauen basiert. Ich erinnere mich noch gut, dass ich zu Anfang große Angst hatte, meine Hunde als Freund zu sehen und ihnen Rechte einzugestehen. Viel zu groß war die Angst, dass er dann die Führung hier im Haus übernimmt und mir auf der Nase rumtanzt, wie es einem so oft und gerne auch heute noch erzählt wird ist Blödsinn! In diesem Sinne! Genieß das Leben mit deinem Hund. Seine Lebenszeit ist so kurz und da sollte eine gemeinsame schöne Zeit einfach das oberste Ziel sein.


C. Kaul

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