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Fehlgeburt bei Hündinnen!

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 19. Okt. 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Ein Abort, auch Fehlgeburt genannt, tritt bei Hunden auf, wenn eine tragende Hündin ihre Föten vor dem Ende der normalen Trächtigkeitsdauer verliert. Dieser Verlust kann zu jedem Zeitpunkt der Trächtigkeit auftreten, entweder in der frühen Phase (Frühabort) oder später (Spätabort). Ein Abort kann sowohl durch natürliche Ursachen als auch durch äußere Faktoren ausgelöst werden. In vielen Fällen verläuft der Abort unbemerkt, aber es gibt Situationen, in denen deutliche Symptome auftreten.

Ursachen eines Aborts bei Hunden

Es gibt zahlreiche mögliche Ursachen für einen Abort bei Hunden, die sowohl genetische, infektiöse als auch umweltbedingte Faktoren umfassen:

Infektionen:

Bakterielle Infektionen: Krankheiten wie Brucellose (Brucella canis) oder Leptospirose können eine Fehlgeburt verursachen. Diese Infektionen greifen das Fortpflanzungssystem an und schädigen die Föten.

Virale Infektionen: Infektionen wie das Canine Herpesvirus oder Parvovirose können die Plazenta oder die Föten schädigen und zum Verlust der Trächtigkeit führen.

Parasitäre Infektionen: Toxoplasmose oder Neosporose können ebenfalls die Föten schädigen und einen Abort auslösen.

Hormonelle Störungen:

Ein Ungleichgewicht des Hormons Progesteron, das für die Aufrechterhaltung der Trächtigkeit verantwortlich ist, kann zu einer Fehlgeburt führen. Ein Mangel an Progesteron in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit verhindert die normale Entwicklung der Föten.

Genetische Defekte:

Genetische Abnormalitäten bei den Föten können dazu führen, dass diese sich nicht normal entwickeln, was in einem spontanen Abort endet.

Trauma oder Stress:

Schwere Verletzungen, Stürze oder extremer Stress bei der Hündin können einen Abort verursachen. Auch übermäßige körperliche Aktivität oder ein unzureichendes Umfeld können die Trächtigkeit gefährden.

Ernährungsdefizite:

Mangelernährung oder ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Folsäure, Kalzium oder anderen Vitaminen und Mineralstoffen kann die Entwicklung der Föten beeinträchtigen und einen Abort auslösen.

Vergiftungen oder Medikamente:

Bestimmte toxische Substanzen oder der Konsum von Medikamenten, die für schwangere Hündinnen ungeeignet sind, können die Entwicklung der Föten beeinträchtigen und zu einer Fehlgeburt führen.

Gebärmuttererkrankungen:

Erkrankungen der Gebärmutter, wie Entzündungen (Endometritis oder Pyometra) oder strukturelle Anomalien, können ebenfalls zu einem Abort führen.

Symptome eines Aborts bei Hunden

Die Symptome eines Aborts bei Hunden können variieren, abhängig davon, ob es sich um einen Früh oder Spätabort handelt und wie weit die Trächtigkeit fortgeschritten ist. Hier sind die häufigsten Anzeichen:

Blutungen: Eine der häufigsten Anzeichen eines Aborts sind vaginale Blutungen. Diese können als leichte, punktuelle Blutungen oder als stärkere Blutungen auftreten.

Ausscheidungen von Gewebe oder Föten: In einigen Fällen kann die Hündin abgestorbenes fötales Gewebe oder sogar vollständige Föten ausscheiden, was auf eine Fehlgeburt hinweist.

Veränderungen im Verhalten: Eine Hündin, die eine Fehlgeburt erleidet, kann lethargisch oder unruhig wirken, da der Abort körperlich belastend ist. Einige Hündinnen zeigen auch Zeichen von Schmerzen oder Unwohlsein.

Fieber oder Krankheitszeichen: Wenn die Fehlgeburt durch eine Infektion verursacht wird, kann die Hündin Anzeichen einer Krankheit wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Erbrechen zeigen.

Verminderter Bauchumfang: Wenn die Föten bereits im fortgeschrittenen Stadium der Trächtigkeit abgestorben sind, kann der Bauchumfang der Hündin plötzlich kleiner werden.

Plötzliche Einstellung der Schwangerschaftsanzeichen: Eine Hündin, die plötzlich keine typischen Anzeichen der Trächtigkeit mehr zeigt (z. B. reduziertes Fressen, gesenkter Aktivitätslevel), könnte einen Abort erlitten haben.

Diagnose eines Aborts bei Hunden

Um einen Abort bei einer Hündin sicher zu diagnostizieren, führt der Tierarzt eine Reihe von Untersuchungen durch:

  1. Klinische Untersuchung: Der Tierarzt wird eine gründliche körperliche Untersuchung durchführen, um Anzeichen von Blutungen, Fieber oder anderen körperlichen Symptomen festzustellen.

  2. Ultraschall: Ein Ultraschall wird verwendet, um den Zustand der Föten zu überprüfen. Damit kann festgestellt werden, ob die Föten noch lebensfähig sind oder ob sie gestorben sind.

  3. Blutuntersuchungen: Blutuntersuchungen können helfen, Infektionen oder hormonelle Ungleichgewichte zu erkennen, die die Ursache für den Abort sein könnten.

  4. Abstriche und Kulturen: Vaginale Abstriche und Kulturen können durchgeführt werden, um festzustellen, ob eine bakterielle oder virale Infektion vorliegt.

Behandlung eines Aborts bei Hunden

Die Behandlung eines Aborts hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. In den meisten Fällen konzentriert sich die Behandlung auf die Stabilisierung der Hündin und die Behandlung etwaiger Infektionen oder anderer gesundheitlicher Probleme:

Behandlung von Infektionen: Wenn eine bakterielle oder virale Infektion die Ursache des Aborts ist, wird der Tierarzt Antibiotika oder antivirale Medikamente verschreiben, um die Infektion zu bekämpfen.

Hormonelle Behandlung: Wenn ein Progesteron Mangel festgestellt wird, kann der Tierarzt eine Hormonbehandlung veranlassen, um die Trächtigkeit zu unterstützen. Diese Behandlung wird jedoch in der Regel vor einem erneuten Abortversuch durchgeführt, um künftige Fehlgeburten zu verhindern.

Chirurgische Eingriffe: In einigen Fällen, insbesondere bei Komplikationen wie einer schweren Gebärmutterentzündung, kann eine Operation erforderlich sein, um das fötale Gewebe zu entfernen und die Gebärmutter zu reinigen.

Schmerzlinderung und Flüssigkeitstherapie: Bei Anzeichen von Dehydration oder Schmerzen kann eine Flüssigkeitstherapie und Schmerzmittel verabreicht werden, um die Hündin zu stabilisieren.

Umgang mit einem Abort bei Hunden

Der Verlust einer Trächtigkeit kann sowohl für den Hund als auch für den Besitzer emotional belastend sein. Hier sind einige Tipps, um mit dieser Situation umzugehen:

  1. Ruhe und Fürsorge: Gib der Hündin nach einem Abort viel Ruhe und Fürsorge. Stelle sicher, dass sie in einer stressfreien Umgebung ist und sich erholen kann.

  2. Tierärztliche Nachsorge: Es ist wichtig, nach einem Abort eng mit dem Tierarzt zusammenzuarbeiten, um den Gesundheitszustand der Hündin zu überwachen und sicherzustellen, dass keine Komplikationen auftreten.

  3. Weitere Trächtigkeit planen: Wenn die Hündin nach einem Abort erneut gedeckt werden soll, ist es ratsam, zuvor eine vollständige gesundheitliche Überprüfung durch den Tierarzt durchführen zu lassen, um eventuelle Risikofaktoren zu identifizieren.

  4. Emotionale Unterstützung: Besitzer sollten sich bewusst sein, dass der Verlust einer Trächtigkeit emotional belastend sein kann. Es ist in Ordnung, Zeit zu nehmen, um diesen Verlust zu verarbeiten, und gegebenenfalls auch mit einem Tierarzt über Bedenken bezüglich künftiger Trächtigkeit zu sprechen.

Fazit

Ein Abort bei Hunden kann verschiedene Ursachen haben, darunter Infektionen, hormonelle Probleme oder genetische Defekte. Es ist wichtig, die Anzeichen eines Aborts zu erkennen und schnell einen Tierarzt aufzusuchen, um die Gesundheit der Hündin zu schützen und künftige Komplikationen zu verhindern. Mit der richtigen Pflege und tierärztlichen Unterstützung kann sich die Hündin gut erholen.


C. Kaul

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