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Fakten zur Hüftgelenk Dysplasie bei Hunden

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 8. Okt. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Okt. 2024

Sobald wir uns mit bestimmten genetischen Krankheiten befassen, denken wir beim Deutschen Schäferhund sofort an die Hüftgelenk Dysplasie. Um diese Krankheit besser zu verstehen, widmen wir uns heute dem zugehörigen Faktencheck.

Faktenübersicht: Hüftgelenk Dysplasie bei Hunden

Definition und Entstehung

Bei einer Hüftgelenk Dysplasie ist das Hüftgelenk nicht korrekt entwickelt, sodass es zu einer Fehlstellung kommt. Der Kopf des Oberschenkelknochens sitzt dabei zu locker in der Pfanne des Hüftknochens. Dadurch kommt es zum einen zu übermässiger Reibung und somit schnellem Verschleiss der Knochen. Zum anderen ist das Risiko höher, dass der Knochen komplett aus der Pfanne springt.

Bestimmte Hunderassen sind anfällig für Hüftgelenk Dysplasie. Während die Krankheit meistens genetisch bedingt ist (= Erbkrankheit), kann sie seltener vor allem bei größeren Hunderassen auch durch Fehler in der Ernährung und oder Bewegung während der Wachstumsphase ausgelöst werden. Zu den besonders für Hüftgelenk Dysplasie anfälligen Hunderassen zählen:

Deutscher Schäferhund

Labrador

Symptome bei einer Hüftgelenk-Dysplasie

Durch die Fehlstellung der Knochen entsteht bei jeder Bewegung Reibung, was meist nach kurzer Zeit zu Schmerzen führt. Das liegt daran, dass der Knorpel, der wie ein Stoßdämpfer funktioniert, zu schnell abnutzt. Im späten Stadium einer Hüftgelenk Dysplasie ist nur noch wenig bis gar kein Knorpel mehr vorhanden, sodass die Knochen direkt aufeinander reiben. Eine grobe Zusammenfassung der häufigsten Symptome:

Schmerzen bei Bewegung

unsicherer, instabiler Gang mit eingeknicktem Becken

Hund scheut bestimmte Bewegungen (z.B. Sprünge, Aufstellen auf die Hinterbeine) oder Bewegung allgemein

Probleme beim Aufstehen, Sitzen und/oder Hinlegen

teilweise knacken oder knirschen die Gelenke hörbar

Diagnose und Behandlung einer Hüftgelenk Dysplasie

Ob ein Hund an Hüftgelenk Dysplasie leidet, ist durch eine Röntgenaufnahme feststellbar. Der FCI unterteilt die Röntgenuntersuchung in zwei und den Schweregrad einer Hüftgelenk Dysplasie nochmals in drei Kategorien. Bei den ersten beiden Kategorien gibt es keinen Hinweis auf Hüftgelenk Dysplasie bzw. die Gelenke gelten als “fast normal”. Die drei weiteren Kategorien untermauern die Diagnose Hüftgelenk Dysplasie und ordnen sie als leichtgradig, mittelgradig oder schwer ein.

Je nachdem, wie der Schweregrad der Krankheit ausfällt, fällt auch die entsprechende Behandlung aus. Nach aktuellem Stand ist Hüftgelenk Dysplasie bei Hunden nicht heilbar. Deshalb widmet man sich vorrangig der Vorbeugung und nach Diagnose der Linderung der Symptome. Viele Tierärzte empfehlen für Hunde mit Hüftgelenk Dysplasie eine multimodale Therapie.


C. Kaul

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