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Leishmaniose beim Hund

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 14. Aug. 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Okt. 2024

Nahezu jedem Hundehalter sagt der Begriff Leishmaniose etwas. Aber was ist das überhaupt, wie gefährlich ist Leishmaniose für Deinen Hund und wie kannst Du ihn davor schützen? Hier erfährst Du alles Wissenswerte über Leishmaniose.

Was ist Leishmaniose und wie infizieren sich Hunde mit Leishmaniose?

Leishmaniose ist eine parasitäre Infektionskrankheit bei Hunden. Nachgewiesen wurde sie in Europa beispielsweise in Italien, Frankreich, Spanien und Portugal. Aber auch in Griechenland, Kroatien und in der Türkei kommt die Sandmücke vor, die Hauptüberträger der Leishmaniose Erregern ist. Allerdings wurden auch bereits in Deutschland und in Österreich Sandmücken entdeckt, was auf den Klimawandel zurückzuführen ist.

Die sogenannten Leishmanien sind winzig kleine Blutparasiten und werden durch den Stich der Dämmerung und nachtaktiven Sandmücke auf den Hund übertragen. Im Organismus des Hundes nisten sich die Parasiten in Blutzellen und Geweben wie beispielsweise der Milz oder der Leber ein. Oft bricht die Krankheit erst nach Monaten oder Jahren aus und gilt als nicht heilbare Infektionskrankheit.

Am besten beim Tierarzt wenn der Verdacht besteht einen Schnelltest machen lassen.

Da solch ein Schnelltest aber nur eine Momentaufnahme ist und Leishmaniose (Mittelmeerkrankheiten im Allgemeinen) eine Inkubationszeit von einem Jahr und länger haben können, empfiehlt es sich grundsätzlich den Hund nach einem Jahr und darüber hinaus regelmäßig mittels Bluttest auf Leishmaniose testen zu lassen, denn der Behandlungserfolg steht und fällt mit dem Zeitpunkt der Diagnose.

Leishmaniose beim Hund erkennen

Bei der Leishmaniose gilt es zwischen der symptomatischen und asymptomatischen Infektion zu unterscheiden. Die sogenannte Immunantwort (Bedeutet: Die Reaktion des Hundes auf Leishmaniose Erreger) deines Hundes entscheidet darüber, ob Symptome auftreten oder nicht. Bei einem infizierten Hund ohne Symptome spricht man von einer asymptomatischen Infektion, die oft bei resistenten Hunden mit einem Abwehrmechanismus auftritt, welche die Parasiten abtötet.

Bei Hunden mit einem symptomatischen Krankheitsverlauf kommt es durch die Leishmanien in den weißen Blutkörperchen zu Immunveränderungen, die unter anderem die Niere und die Leber, aber auch die Gelenke Deines Hundes stark angreifen und schädigen.

Häufige Symptome sind:

Müdigkeit und Lahmheit

Fieber

Durchfall

Gewichtsverlust

Blasse Schleimhäute

Geschwollene Lymphknoten

Augen Entzündungen

Gesteigertes Krallenwachstum

Nach Ausbruch der Leishmaniose Infektionskrankheit treten folgende Symptome aus:

Hautveränderung, beispielsweise schuppende Haut

Haarausfall

Hautgeschwüre

Hautrisse und Hautknoten

Wie schütze ich meinen Hund vor Leishmaniose?

1. Der Sandmücke aus dem Weg gehen

Wenn Du deinen Hund vor Leishmaniose schützen möchtest, stehst Du vor einer Aufgabe: Einen Stich der Sandmücke vermeiden! Besonders aktiv ist die Sandmücke in den sehr warmen Monaten August bis September. Die erste Präventivmaßnahme beim Urlaub mit Hund im Süden ist, diese Monate für einen gemeinsamen Urlaub zu meiden. Außerdem ist die Sandmücke in der Dämmerung sowie nachts aktiv: Wenn Du mit deinem Hund Urlaub in den eben genannten Verbreitungsgebieten wie beispielsweise Kroatien machst, solltest Du deinen Vierbeiner ab den frühen Abendstunden nicht mehr vor die Tür lassen und vor allem nicht im Freien schlafen lassen, denn, die Sandmücke fliegt lediglich schlafende Opfer an.

So handhaben wir das in unserem Urlaub im Süden Europas immer! Die Hunde lasse ich vor Sonnenuntergang nochmal raus und anschließend haben sie Sperrstunde und dürfen am nächsten Tag früh morgens wieder raus.

Da die Sandmücke sehr klein und leicht ist, fliegt sie nicht an windigen Tagen und ist somit auch nicht an Stränden oder Küstengebieten zu finden. Gefährlich wird es erst im Landesinneren, denn hier ist es oftmals wärmer und windstiller als an den Küsten eines Landes. Die Sandmücke fliegt nicht höher als zwei Meter! Wenn Du die Möglichkeit hast, eine Ferienwohnung mit höherem Stockwerk zu mieten, kannst Du gemeinsam mit Hund sogar ganz beruhigt mit offenem Fenster schlafen. Ein Mückennetz am Fenster erhöht den Schutz vor der Sandmücke besonders in einer ebenerdigen Ferienwohnung.

2. Mückenschutz

Gefürchtet ist bei Urlaubern mit Hund aber nicht nur die Sandmücke mit ihren Leishmaniose Erregern, sondern auch die Borreliose übertragende Zecke. Wenn Du mittels Spot On Präparat deinen Hund vor Zecken schützten willst, kannst Du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn es gibt spezielle Zeckenhalsbänder und Spot Ons, die deinen vierbeinigen Begleiter nicht nur vor Zecken, sondern auch vor der Sandmücke schützen.

3. Impfung

Seit ca. zwei Jahren gibt es für Hunde eine Impfung gegen Leishmaniose. Ab einem Alter von sechs Monaten kann Dein Hund geimpft werden. Hier handelt es sich um drei Impfungen im Abstand von jeweils zwei Wochen, möchtest Du deinen Hund vor dem Urlaub impfen lassen, kümmere dich in jedem Fall frühzeitig um einen Termin beim Tierarzt! Beachte hierbei auch, dass der Impfschutz erst ab einem Monat nach der letzten Impfung eintritt und keinen 100%igen Schutz bietet!

Leishmaniose bei Hunden ist eine Infektionskrankheit, übertragen durch die Sandmücke, die viele Hundehalter durch ihr steigendes Risiko auch im Norden Europas in Panik geraten lässt. In der heutigen Zeit lässt sich Dein treuer Begleiter durch ganz einfache Maßnahmen vor dem Stich der Sandmücke schützen.

Selbst beim geringsten Verdacht einer Infektion mit Leishmanien bei Deinem Hund, solltest Du schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Denn je früher die Infektion erkannt wird, desto besser stehen die Behandlungschancen für Deinen Hund und die Symptome können schnell gelindert werden. Leishmaniose ist nicht heilbar, aber je früher die Diagnostik, umso höher die Chancen auf ein langes und glückliches Hundeleben!


C. Kaul


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