Lungenentzündung (Pneumonie)
- zumlorcheborn
- 13. Okt. 2024
- 2 Min. Lesezeit

Bei einer Lungenentzündung ist das Lungengewebe des Hundes entzündet, was als Pneumonie bezeichnet wird. Diese Entzündung wird häufig durch Krankheitserreger wie Viren, Bakterien oder Pilze ausgelöst. Oftmals sind weitere Strukturen der Lunge, wie die Bronchien, ebenfalls betroffen. Ein Hund mit einer Lungenentzündung zeigt oft Symptome wie Schlappheit, Husten, Niesen und Nasenausfluss. In schweren Fällen kann der Hund auch Fieber entwickeln und Atemprobleme haben.
Was sind die Ursachen für eine Lungenentzündung (Pneumonie) beim Hund?
Die Ursachen für eine Lungenentzündung beim Hund sind vielfältig und können beinhalten:
Viren: z.B. Canines Influenzavirus.
Bakterien: häufige Auslöser von Pneumonien.
Pilze (Mykosen): z.B. Kokzidio-Mykose aus Afrika oder dem Südwesten der USA.
Parasiten: z.B. Herzwürmer (Dirofilaria) oder Lungenwürmer (Capillaria, Oslerus).
Aspirationspneumonie: Verschlucken von Fremdkörpern, Futter oder Flüssigkeiten, insbesondere bei Hunden mit Erkrankungen des Schlundes oder der Speiseröhre oder nach einer Narkose.
Eosinophile Lungeninfiltration: Eine bestimmte Entzündungszellart wandert in das Lungengewebe ein. Ursachen können Parasiten, Medikamente oder Allergene sein.
Idiopathische interstitielle Pneumonie: Entzündliche Veränderungen der Lunge unbekannter Ursache.
Lungentumoren: z.B. Lungenkrebs.
Einatmen von giftigen Dämpfen: kann ebenfalls eine Lungenentzündung verursachen.
Was sind die Symptome für eine Lungenentzündung (Pneumonie) beim Hund?
Hunde mit einer Lungenentzündung zeigen oft folgende Symptome:
Schlappheit: Der Hund ist oft müde und ruhiger als sonst.
Appetitverlust: Der Hund mag weniger fressen und kann abnehmen.
Husten: Der Husten kann trocken oder feucht sein und je nach Ursache lange anhalten.
Nasenausfluss: Dünnflüssiger oder gelblich grünlicher und fester Nasenausfluss ist möglich.
Fieber: Einige Hunde entwickeln Fieber.
Atemprobleme: Die Schwere der Atemprobleme variiert je nach Ausmaß der Lungenentzündung.
Wie wird eine Lungenentzündung beim Hund diagnostiziert?
Um eine Lungenentzündung beim Hund zu diagnostizieren, führt die Tierärztin oder der Tierarzt eine gründliche Untersuchung durch, die Folgendes beinhalten kann:
Klinische Untersuchung: Abhören der Lunge mit einem Stethoskop.
Röntgenaufnahmen: Um Veränderungen im Lungengewebe sichtbar zu machen.
Blutuntersuchungen: Zur Identifikation von Infektionen und Entzündungen.
Bronchoskopie: In einigen Fällen kann eine Endoskopie der Atemwege notwendig sein, um die Ursache der Entzündung festzustellen.
Wie kann eine Lungenentzündung beim Hund behandelt werden?
Die Behandlung einer Lungenentzündung beim Hund hängt von der Ursache und Schwere der Erkrankung ab:
Antibiotika: Bei bakteriellen Infektionen werden spezifische Antibiotika verabreicht.
Antivirale Medikamente: In einigen Fällen können antivirale Medikamente notwendig sein.
Antimykotika: Bei Pilzinfektionen kommen Antimykotika zum Einsatz.
Flüssigkeitstherapie: Um den Hund hydratisiert zu halten und Giftstoffe auszuspülen.
Sauerstofftherapie: Bei schweren Atemproblemen.
Hustenmittel und Entzündungshemmer: Zur Linderung der Symptome.
Schonung und Ruhe: Der Hund sollte sich ausreichend ausruhen und Stress vermeiden.
Wie ist die Prognose einer Lungenentzündung beim Hund?
Die Prognose hängt stark von der Ursache und der Schwere der Lungenentzündung ab. Bei rechtzeitiger und angemessener Behandlung ist die Prognose in vielen Fällen gut, und die meisten Hunde erholen sich vollständig. Schwere Verläufe oder unbehandelte Pneumonien können jedoch lebensbedrohlich sein.
Wie kann man einer Lungenentzündung beim Hund vorbeugen?
Impfungen: Gegen bestimmte Erreger, die Lungenentzündungen verursachen können.
Hygiene: Regelmäßige Reinigung der Schlafplätze und Vermeidung von Kontakt mit kranken Tieren.
Gesunde Ernährung und Bewegung: Stärkung des Immunsystems.
Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen: Frühzeitige Erkennung und Behandlung von Grunderkrankungen.
Muss ein Hund mit einer Lungenentzündung zum Tierarzt?
Ja, ein Hund mit Verdacht auf eine Lungenentzündung sollte immer von einer Tierärztin oder einem Tierarzt untersucht werden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für die Genesung und können Komplikationen verhindern.
C. Kaul
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