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Morgens...

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 14. Aug. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Okt. 2024

Morgens nach dem Rausgehen mit den Hunden, Pony füttern dann einen Tee trinken sehe ich meinen Hunden zu die im Hof spielen.

Sie leben bei uns im Haus. Ich kann ihnen vom Fenster aus zusehen, wie sie sich in den Tag hinein bewegen. Das ist immer etwas abhängig vom Wetter. Scheint schon die Sonne, ist es trocken spielen sie. Regnet es, schauen sie missmutig aus der Haustür. Wie das Frauchen....


Für alle also schick und harmonisch. Und eines Tages, wenn ich vielleicht vor unserem Schöpfer stehe, dann packt der die Liste meiner Taten heraus. Die der guten und der schlechten Taten.

Gestern Morgen lasse ich nun wie jeden Tag das Rudel nach draußen. Sie freuen sich, haben Energie und toben im Hof herum. Aber sie kommen eben auch oft zu mir. Und ich nehme sie freudig in Empfang, bewege mich mit ihnen.

Rijan, mein Nachwuchsrüde kuschelt natürlich besonders gern. Außerdem lässt er sich immer zu einem Spielchen hinreißen. Ich mache einen Schritt nach rechts, Rijan wie mein Spiegelbild mit. Einen Schritt nach links, mit gebeugtem Oberkörper, Rijan spiegelt wieder. Und so beim zehnten mal des hin und her sehe ich in die dritte Reihe.

Mein alter Loup, Arthrose geschädigte hüpft mit. Jede Bewegung von mir, nicht zu nah, nicht zu schnell, aber hin und her hüpfend, voller Begeisterung und voller Leben.

Ich habe mich so gefreut, über ihn und seine Freude, seiner Bereitschaft, an unserem Spiel und damit auch wieder an unserem Leben teilzunehmen. Auch wenn er es nicht immer zeigt. Aber heute zeigt er es, lässt den Vorhang ein wenig herunter. Ich lasse Rijan stehen und konzentriere mich auf den alten Loup. Und er beginnt mit mir zu spielen, hin und her, voller Lebenslust und Liebe.

Irgendwann breche ich das spiel ab und gehe zu ihm. Er lächelt sichtbar. Denn Glück in den Augen würde ich beim Hund als lächeln bezeichnen. Und er lässt sich ein wenig streicheln. Dann geht er mit einem Blick über die Schulter weg von mir, taucht in die Hundemeute ein und lässt mich tief ergriffen und glücklich zurück.

Und ob er es weiß oder nicht, aber er hat heute auch an seiner Liste gearbeitet. Die, der positiven Taten. Das muss ich ihm unbedingt noch sagen, meinem alten Loup.


In Gedenken an meinen Loup!


C. Kaul


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