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Regeln im Alltag

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 15. Aug. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Okt. 2024

Meine goldene Regel im Hundealltag

Der Wecker klingelt. Franzi steht auf. Ihr Hund Filu hat den Wecker auch gehört. Er springt aufs Bett und leckt Frauchen durchs Gesicht. „Jetzt biste sauber. Aufstehen! Ich müsste da ein paar Geschäfte erledigen.“ Franzi würde eigentlich gerne zuerst etwas Frühstücken, aber da Filu es eilig hat, geht sie zuerst mit ihm raus. Am Hauseingang drückt Filu seine dicke, feuchte Nase gegen die Tür und bellt. „Jetzt mach schon, Alte! Ich will raus.“ Franzi gähnt, schnappt sich die Leine und hakt den Karabiner verschlafen und Magen knurrend an Filus Geschirr und Halsband. Kaum drückte sie die Türklinke runter, hatte Filu seinen ganzen Körper durch den Türschlitz gedrückt, öffnete die Eingangstür mit voller Wucht und preschte raus. Franzi fliegt förmlich hinterher.

Da macht Franzi leider einiges falsch, findet ihr nicht auch?

Ich bin nämlich der Meinung, ganz egal, wie sehr man seinen Hund liebt der Hund sollte sich immer an Herrchen und Frauchen orientieren. Niemals umgekehrt, klar auch für mich sind meine fünf Chaoten mein ganzes Leben. Sie bedeuten mir unbeschreiblich viel und ich würde alles für sie tun. Trotzdem ist es für eine Hund Mensch Bindung sehr ungesund, wenn Hundebesitzer dazu neigen, das ganze Leben nach dem Hund zu richten.

In diesem Beitrag erzählte ich Dir von unserer Regeln im Alltag, die (für uns) wirklich Gold wert sind.

Regel im Alltag

Wenn Du ganz lieb bist und wartest, bekommst Du auch was.“

Den Satz hast Du als Kind bestimmt schon mal gehört. Ich finde, den kann man auch ganz gut bei unseren Vierbeinern anwenden. Schade nur, dass Hunde unsere Sprache nicht sprechen. Und obwohl Loup, Rani, Santo, Rijan, Hanna und Nitha meine Sprache nicht verstehen, müssen sie trotzdem brav warten, wenn sie etwas (leckeres) wollen.

Und wie machen sie das?

Durch Blickkontakt und Kommando

Ein kleines Beispiel aus unserem Alltag: Es ist 17 Uhr. Zeit zum Gassi gehen. Leinen dran, Hunde gepackt, ins Auto gesprungen und los. An der Wiese angekommen sind die Hunde schon ganz aufgeregt.Endlich laufen, raufen und spielen.“ Am liebsten würden die vier sofort los düsen. Aber sie müssen warten und das wissen sie auch. Wie jeden Tag machen alle vier sitz. Ich löse die Karabiner der Leinen von den Halsbändern. Theoretisch könnten Santo, Rani, Rijan, Hanna und Nitha jetzt loslaufen, doch sie warten. Ich verschaffe mir nämlich erstmal einen Überblick der Lage, während die Hunde lernen, ihre Aufregung zu kontrollieren.

Keine Fahrräder, keine Jogger und keine anderen Hunde in Sicht. Also: Jetzt los.

Die Hunde schauen mich an. (Blickkontakt) Ich löse das Ritual (nennen wir es mal so) durch ein „Auf“ (Kommando) auf.

Regel Freilauf

Freilauf gibt es erst nach Freigabe vom Besitzer und nach Blickkontakt vom Hund. Diese Regel wende ich nicht nur für das Ableinen im Freien an.

Meine Hunde müssen auch warten, wenn sie etwas zu knabbern oder ihr tägliches Futter bekommen. Sie müssen vor der Tür warten, bevor wir eine Runde drehen. Solange alle Vier nicht auf ihrem flauschigen Hintern sitzen, bleibt die Tür verschlossen. Gleiches gilt für Futter. Solange alle nicht sitzen, bleiben die Näpfe unberührt. Und wozu das Ganze? Es bringt Ruhe in den Alltag. Gerade in der Mehrhundehaltung, in der Chaos vorprogrammiert ist das sehr wertvoll. Hunde bedeuten Action. Viele Hunde bedeuten noch mehr Action. Da ist es doch ganz praktisch, wenn die Hunde wissen „wie man sich benimmt“.

Lässt Du deinen Hund aufgeregt herumspringen und bellen, bevor es auf die tägliche Gassi Runde geht, hast Du schon verloren. Dein Hund wird gar nicht auf Dich achten und sich voller Euphorie in die Natur stürzen. Er wird nicht ansprechbar und völlig überdreht sein. Er hat schließlich nie gelernt, mit Herrchen oder Frauchen zu kommunizieren.

Klar, Hunde dürfen und sollen sich freuen, aber was bringt mir als Hundebesitzer ein aufgeregter Hund, der mich nicht beachtet? Für mich zählt der tägliche Spaziergang zum Highlight des Tages. Ich freue mich immer wieder darauf, gemeinsam mit den Hunden die Natur zu entdecken. Damit das auch so bleibt, habe ich diese Regeln in unserem Alltag integriert. So bin ich keine Luft für meine Hunde, denn sie wissen, dass ihr Freilauf von mir abhängig ist.

Ich muss keine Angst haben, dass einer meiner Hunde mir beim Fressen etwas von der Hand wegschnappt oder mir im Zuge dessen IN den Finger schnappt oder sogar den Finger ab schnappt!

Meine fünf Chaoten wissen, dass so ein Verhalten nur zu einem „Platzverweis“ führt und nicht zum gewünschten Ergebnis, nämlich was zu fressen ab zubekommen.


C. Kaul

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