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Schilddrüsen Unterfunktion

  • Autorenbild: zumlorcheborn
    zumlorcheborn
  • 16. Okt. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Okt. 2024

Eine Schilddrüsen Unterfunktion (Hypothyreose) ist eine häufige Hormonerkrankung bei Hunden, bei der die Schilddrüse nicht genügend Hormone produziert. Diese Hormone, hauptsächlich Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3), regulieren den Zucker, Fett und Eiweiß Stoffwechsel und beeinflussen nahezu alle Körperfunktionen. Ein Mangel an diesen Hormonen wirkt sich daher auf fast alle Organe des Hundes aus. Große Hunderassen wie der Golden Retriever und der Dobermann Pinscher sind häufiger betroffen.

Ursachen der Schilddrüsen Unterfunktion (Hypothyreose) beim Hund

Die Hauptursachen der Schilddrüsen Unterfunktion bei Hunden sind:

  1. Lymphozytäre Thyreoiditis: Eine Entzündung der Schilddrüse, wahrscheinlich autoimmun bedingt, bei der körpereigene Antikörper das Schilddrüsengewebe angreifen.

  2. Idiopathische Atrophie: Die Schilddrüse bildet sich ohne erkennbare Ursache zurück.

  3. Angeborene Hypothyreose: Welpen werden bereits mit der Unterfunktion geboren oder zeigen Entwicklungsverzögerungen.

  4. Schilddrüsen Tumoren: Können die Hormonproduktion beeinträchtigen.

  5. Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse): Beeinflussen die Steuerung der Schilddrüsenhormonproduktion.

  6. Jodmangel: Selten, aber möglich, da Jod für die Hormonproduktion notwendig ist.

  7. Euthyreot Sick Syndrome: Schilddrüsen Unterfunktion als Folge anderer schwerer Erkrankungen oder bestimmter Medikamente.

Wie äußert sich die Schilddrüsen Unterfunktion (Hypothyreose) beim Hund?

Typische Symptome einer Schilddrüsen Unterfunktion umfassen:

Müdigkeit, Trägheit und reduzierte Bewegungsfreude: Der Hund wirkt lethargisch und hat weniger Interesse an Aktivitäten.

Gewichtszunahme: Trotz normaler oder sogar verringerter Nahrungsaufnahme.

Empfindlichkeit gegenüber Kälte: Der Hund sucht Wärme und meidet kalte Umgebungen.

Haut und Fellprobleme: Dünner werdendes Haarkleid, teilweiser oder vollständiger Haarausfall, besonders an den Ohren und am Schwanz (“Rattenschwanz”). Die Haut kann trocken, entzündet und stellenweise verdickt sein.

Trauriger Gesichtsausdruck”: Verdickte Haut im Kopfbereich kann zu einem traurigen Aussehen führen.

Beeinträchtigung der Fortpflanzung: Kleinere Hoden beim Rüden, ausbleibende Läufigkeit oder verlängerte Blutung bei der Hündin.

Neurologische Symptome: Muskelkrämpfe, Lähmungen und unkoordiniertes Laufen.

Herz Kreislauf Probleme: Verlangsamter oder unregelmäßiger Herzschlag.

Magen Darm Beschwerden: Verstopfung oder Durchfall.

Blutgerinnungsstörungen: Verminderte Blutgerinnung und Blutarmut.

Diagnose

Die Diagnose einer Schilddrüsen-Unterfunktion erfolgt durch:

Blutuntersuchung: Bestimmung des Schilddrüsenhormon Werts (Thyroxin T4) im Blut. Ein niedriger T4 Wert kann auf eine Hypothyreose hinweisen.

Schilddrüsen-Funktionstest: Verabreichung eines Hormons, das die Schilddrüse zur Hormonfreisetzung anregt, um zu prüfen, ob die Schilddrüse korrekt funktioniert.

Blutuntersuchung auf begleitende Krankheiten: Ausschluss anderer Erkrankungen wie Diabetes mellitus.

Ultraschall Untersuchung der Schilddrüse: Kann zusätzlich durchgeführt werden, aber nicht routinemäßig.

Diagnostische Therapie: Behandlung mit Schilddrüsenhormonen über mehrere Wochen. Bessern sich die Symptome, liegt eine Hypothyreose vor.

Behandlung

Die Behandlung der Schilddrüsen Unterfunktion umfasst:

Substitutionstherapie: Verabreichung von synthetischem Schilddrüsenhormon (Levothyroxin) als Tablette oder Saft, meist lebenslang.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Anpassung der Hormondosis durch den Tierarzt basierend auf regelmäßigen Blutkontrollen.

Prognose

Die Prognose für Hunde mit Schilddrüsen Unterfunktion ist gut, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt wird. Die Symptome können sich vollständig zurückbilden, jedoch ist oft eine lebenslange Therapie notwendig.

Vorbeugung

Eine gezielte Vorbeugung ist schwierig, da die Ursachen vielfältig und oft nicht vermeidbar sind. Eine ausgewogene Ernährung kann einem seltenen Jodmangel vorbeugen.


C. Kaul

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